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DC-Ladeeinheit: Wandmontage oder Standsäule?

Von:Bemis E-V Charge18. September 20266 Min. Lesezeit

Bei der Auswahl einer DC-Schnellladeeinheit wird zuerst meist über die Leistung gesprochen: 40 kW, 80 kW oder 120 kW? Ist die Leistung geklärt, folgt eine zweite Entscheidung, mit der die meisten Käufer nicht rechnen: dieselbe Einheit kann in zwei verschiedenen Gehäusen angeboten werden. Eines wird an der Wand montiert, das andere steht auf einer eigenen Säule. Elektrisch leisten sie dasselbe; der Unterschied liegt vollständig vor Ort.

Der echte Unterschied zwischen beiden Bauformen

Eine wandmontierte Einheit wird an einer tragenden Fläche befestigt. Die Wand trägt das Gewicht, das Gerät sitzt über dem Boden und die Fläche davor bleibt vollständig frei. Die Standsäule steht mit dem eigenen Körper auf einem Fundament; sie kann dort stehen, wo keine Wand vorhanden ist, etwa auf einem offenen Parkplatz, in der Mitte einer Parkinsel oder am Rand einer Grünfläche. Deshalb ist die Standsäule tiefer und deutlich schwerer.

Zwei Gehäuse am Beispiel Bemis BEVDC 40
WandmontageStandsäule
Ausgangsleistung40 kW40 kW
SteckerCCS2CCS2
Breite x Tiefe x Höhe600 x 320 x 900 mm600 x 425 x 1770 mm
Gewicht80 kg105 kg
MontageAn tragender Wand befestigtAuf eigener Säule, im Boden verankert
Typischer OrtTiefgarage, Gebäudefassade, AußenmauerOffener Parkplatz, Parkinsel, Fläche ohne Wand

Wann ist Wandmontage die richtige Wahl?

Gibt es am Montageort eine tragfähige Wand oder Stütze, die das Gewicht der Einheit aufnehmen kann, ist die Wandmontage fast immer die praktischere Lösung. Es wird kein Fundament gegossen, der Boden nicht geöffnet, das Gerät bleibt außerhalb der Anfahrlinie der Fahrzeuge und es geht kein Stellplatz verloren. Tiefgaragen, Gebäudefassaden und Außenmauern sind der natürliche Ort dieser Bauform.

Wann wird die Standsäule gebraucht?

Gibt es am Anfahrpunkt des Fahrzeugs keine Wand, ist die Entscheidung von selbst gefallen. Die Mitte von Parkinseln, die mittleren Spuren offener Parkplätze und die Ränder von Grünflächen haben keine Wand; dort muss die Einheit auf der eigenen Säule stehen. Der zweite Vorteil der Standsäule ist die Sichtbarkeit: ein Körper von 1770 mm Höhe fällt aus der Ferne auf, was für Betriebe zählt, die ihren Standort als öffentlichen Ladepunkt positionieren.

Der dritte Faktor: Kabel und Anfahrt

Unabhängig von der Bauform muss die Einheit die Ladebuchse des Fahrzeugs erreichen. DC-Kabel sind schwer, daher ermüdet unnötige Länge die Nutzenden, während ein zu kurzes Kabel das Fahrzeug in eine bestimmte Parkrichtung zwingt. Deshalb werden Gehäusewahl und Parkanordnung gemeinsam geplant: aus welcher Richtung das Fahrzeug heranfährt, auf welcher Seite die Ladebuchse sitzt und ob das Kabel ohne Schleifen am Boden reicht, wird bei der Begehung gemessen.

Wie wird die tragende Fläche für die Wandmontage beurteilt?

Vor der Wahl der Wandmontage steht eine einfache, aber oft übergangene Frage: kann diese Wand eine Einheit von 80 Kilogramm samt dem daran hängenden Kabel über Jahre tragen? Stahlbetonwände und Stützen bereiten bei dieser Last keine Probleme; eine leichte Trennwand, Hohlblockmauerwerk oder eine nachträglich errichtete Fläche gilt nicht als tragend. Auch die Montagehöhe wird hier festgelegt: ein Maß, bei dem der Stecker bequem erreichbar ist, das Kabel aber nicht am Boden schleift. Diese Beurteilung erfolgt nicht nach Katalog, sondern durch Ansehen vor Ort.

Bei höherer Leistung entfällt die Gehäusefrage

Die Unterscheidung zwischen Wand und Säule gehört zur unteren Leistungsklasse. Mit steigender Leistung wachsen Umrichter und Kühlvolumen im Inneren, das Gerät verlässt die Größe eines an der Wand hängenden Gehäuses und wird zum bodenstehenden Schrank. In der Bemis BEVDC-Serie wird 40 kW in zwei Gehäusen angeboten, während 80 kW und darüber Schrankbauform sind; Modelle ab 120 kW haben zusätzlich einen kapazitiven Touchscreen mit 10 Zoll und Schlagfestigkeit IK10. Die Gehäusewahl verengt sich also mit der Leistungsklasse von selbst.

Die elektrischen Daten sind bei beiden Bauformen gleich

Gehen Sie nicht davon aus, dass die Wahl nach Gehäuse Funktionen kostet. In der Bemis BEVDC-Serie tragen beide Gehäuse dieselbe elektrische Plattform: CCS2-Stecker, AC 380-480 V dreiphasiger Eingang, 150-1000 V DC Ausgangsbereich, Schutzart IP54, Betriebstemperatur -25 °C bis +55 °C, Protokollunterstützung OCPP 1.6J / 2.0.1 sowie Nutzerauthentifizierung per RFID-Karte und mobiler App. Die Serie reicht von 40 kW bis 200 kW; in höheren Leistungsklassen wird das Gehäuse zur Schrankbauform.

Lassen Sie uns per Begehung klären, welches Gehäuse zu Ihrem Standort passt.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist eine DC-Ladeeinheit?

Eine DC-Ladeeinheit ist ein Schnellladegerät, das den aus dem Netz bezogenen Wechselstrom im Inneren in Gleichstrom wandelt und direkt an die Fahrzeugbatterie abgibt. Beim AC-Laden übernimmt das fahrzeugeigene Ladegerät diese Wandlung und begrenzt damit die Leistung; beim DC-Laden findet die Wandlung im Gerät statt, das fahrzeugeigene Ladegerät wird umgangen und deutlich höhere Leistungen werden möglich. Deshalb liefern DC-Einheiten Ladevorgänge im Minutenbereich und werden dort eingesetzt, wo Fahrzeuge nur kurz halten. Im Feld heißt dasselbe Produkt auch DC-Ladegerät, Schnellladeeinheit oder DC-Ladestation.

Gibt es einen Leistungsunterschied zwischen Wand- und Säulenausführung?

Nein. Beim selben Modell ändert die Bauform die elektrischen Daten nicht; Ausgangsleistung, Steckertyp, Schutzart, Betriebstemperatur und Protokollunterstützung sind bei beiden gleich. Der Unterschied zeigt sich auf der physischen Seite: die Standsäule trägt ihre eigene Basis und ist deshalb tiefer und schwerer. Am Beispiel Bemis BEVDC 40 misst die Wandausführung 600 x 320 x 900 mm bei 80 kg, während die Säulenausführung mit 600 x 425 x 1770 mm und 105 kg kommt. Die Wahl richtet sich daher nicht nach Leistung, sondern nach Montagefläche und Standortlayout.

Braucht eine Standsäule eine Vorbereitung des Untergrunds?

Ja. Da die Standsäule ihr Gewicht in den Boden abträgt, muss die Verankerungsstelle für diese Last vorbereitet sein; in der Praxis bedeutet das meist ein Betonfundament und Anker. Da der Kabeleintritt von unten erfolgt, muss die Trasse zusammen mit dem Fundament geplant werden; einen Kabelkanal später zu öffnen ist deutlich teurer. Bei der Wandausführung entfällt dieser Schritt, weil die Einheit an einer tragenden Fläche befestigt wird. In beiden Fällen werden Untergrund und Montagedetail bei der Begehung vor der Installation vor Ort festgelegt.

Welche DC-Leistungsklasse sollte ich für meinen Betrieb wählen?

Entscheidend ist, wie lange das Fahrzeug an Ihrem Standort bleibt. Hält das Auto eine halbe Stunde und länger, deckt die Klasse mit 40 kW die meisten Szenarien ab; sinkt der Besuch auf fünfzehn Minuten, etwa an Standorten entlang der Straße, werden höhere Klassen sinnvoll. Mit steigender Leistung wächst nicht nur das Gerät, sondern auch Netzanschluss und Trafoseite, daher sollte die Entscheidung nicht allein am Gerätepreis hängen. Die Bemis BEVDC-Serie umfasst die Klassen 40, 80, 120, 160, 180 und 200 kW; die richtige Klasse ergibt sich aus Besuchsdauer und vorhandener Elektroinfrastruktur zusammen.

Kann eine DC-Ladeeinheit im Außenbereich installiert werden?

Ja, diese Einheiten sind für die Außenaufstellung ausgelegt. Die Bemis BEVDC-Serie hat die Schutzart IP54 und ist für den Betrieb zwischen -25 °C und +55 °C angegeben; sie kann also auf einem offenen Parkplatz Regen und jahreszeitlichen Temperaturen ausgesetzt aufgestellt werden. Dennoch wird vor Ort auf zwei Punkte geachtet: Einheit und Kabel sollten außerhalb der Rangierlinie der Fahrzeuge bleiben, und es ist vorzuziehen, dass das Display nicht ganztags in direkter Sonne steht. Der Aufstellort wird bei der Begehung unter Berücksichtigung dieser Details gewählt.

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