Was ist eine 40-kW-DC-Ladestation, für wen ist sie und wie schnell lädt sie?
Wer nach einer „40-kW-DC-Ladestation“ sucht, will meist zwei Dinge wissen: Wie schnell füllt diese Station ein Auto, und passt sie zu meinem Betrieb (Einkaufszentrum, Hotel, Supermarkt, Bürogebäude oder kleine Fahrzeugflotte)? In diesem Ratgeber erklären wir in einfacher Sprache, warum DC-Schnellladen schneller ist als AC, was 40 kW tatsächlich bedeuten – mit einer Beispielrechnung –, zu welchen Standorten es passt und welchen Platz die 40-kW-Option in der Bemis-BEVDC-Serie einnimmt. Statt exakte Minuten und Preise zu versprechen, konzentrieren wir uns auf die echten technischen Fakten, die Ihre Entscheidung auf ein solides Fundament stellen.
Was ist DC-Schnellladen und warum ist es schneller als AC?
Am leichtesten versteht man den Unterschied, wenn man betrachtet, „wo der Strom umgewandelt wird“. Der Strom aus dem Netz ist Wechselstrom (AC), die Batterie wird dagegen mit Gleichstrom (DC) gefüllt. Beim AC-Laden nimmt diese Umwandlung von AC nach DC der Wandler im Fahrzeug vor (der Onboard-Charger), und dieses Gerät ist meist auf 7,4-22 kW begrenzt – so leistungsfähig die Station auch sein mag, die Obergrenze setzt das Gerät im Auto. Beim DC-Laden erfolgt die Umwandlung IM Inneren der Station, und der Batterie wird direkt Gleichstrom zugeführt. Damit entfällt die Grenze des Onboard-Geräts; Laden mit weit höherer Leistung und deutlich schneller wird möglich. Genau deshalb ist „Schnellladen“ überhaupt möglich.
- AC-Laden: Die Umwandlung erfolgt im Fahrzeug; die Geschwindigkeit begrenzt der Wandler im Auto (meist 7,4-22 kW).
- DC-Laden: Die Umwandlung erfolgt in der Station; der Batterie wird direkt Gleichstrom zugeführt, die Obergrenze des Onboard-Geräts entfällt.
- Ergebnis: Eine DC-Station überträgt in derselben Zeit weit mehr Energie – deshalb spricht man von „Schnellladen“.
- In der Türkei ist der Standardstecker beim öffentlichen DC-Laden CCS2.
Wie schnell ist eine 40-kW-DC-Ladestation?
Für eine grobe Schätzung gibt es eine einfache Formel: Dauer ≈ in die Batterie zu ladende Energie (kWh) ÷ Ladeleistung (kW). Ein Beispiel (angenommen): Sie möchten Ihrer Batterie 40 kWh hinzufügen. Bei einem Auto, das die vollen 40 kW annimmt, dauert das theoretisch rund 1 Stunde (40 ÷ 40 = 1). Dieselben 40 kWh mit 22 kW AC zu laden, dauert etwa 2 Stunden; und weil der Wandler in vielen Autos nicht 22, sondern 11 kW annimmt, kann sich die Dauer bei AC noch weiter strecken. Die tatsächliche Dauer hängt von der Leistung ab, die das Auto in dem Moment annimmt, und davon, dass die Batterie (besonders jenseits von 80 %) bewusst langsamer lädt, also vom Taper. Deshalb ist ein festes Versprechen „in X Minuten voll“ nicht realistisch – die Formel liefert Ihnen nur die richtige Größenordnung.
Für wen ist 40 kW DC? Wo wird es eingesetzt?
40 kW sind ein kosteneffizienter Einstieg in die DC-Welt: deutlich schneller als AC, aber im Maßstab passender als die sehr leistungsstarken Einheiten an Autobahnen. Für Standorte mittlerer Auslastung, an denen Kundschaft oder Beschäftigte ihr Auto abstellen und währenddessen etwas erledigen (Einkauf, Essen, Besprechung, Übernachtung), ist es wie geschaffen.
- Einkaufszentren und Supermärkte: Das Auto lädt, während die Kundschaft einkauft.
- Hotels, Bürogebäude und Restaurants: Die Dauer eines Aufenthalts oder Besuchs lässt genug Zeit zum Laden.
- Betriebs- und Büroparkplätze: eine praktische Geschwindigkeit für Fahrzeuge von Beschäftigten und Besuchern.
- Kleine Fahrzeugflotten: Zwischenladungen im Tagesverlauf halten das Fahrzeug im Einsatz.
An Autobahnraststätten dagegen, an Standorten mit sehr hohem Fahrzeugdurchsatz oder dort, wo die Erwartung lautet „ohne Pause in kürzester Zeit voll“, können 40 kW zu wenig sein; an solchen Orten werden leistungsstärkere DC-Einheiten im Bereich 80-200 kW bevorzugt. Die richtige Leistung ergibt sich weniger aus der Marke des Geräts als aus dem Verkehr am Einsatzort und der dort akzeptablen Wartezeit.
AC 22 kW, DC 40 kW oder DC 80-120 kW? Eine Entscheidungstabelle
| Option | Typische Geschwindigkeit | Wohin es passt | Für wen es passt |
|---|---|---|---|
| AC 22 kW (Wallbox) | Am langsamsten; begrenzt durch das Onboard-Gerät | Zuhause, Betrieb, Orte mit langer Parkdauer | Endnutzer, die nachts oder tagsüber lange parken |
| DC 40 kW | Mittelschnell; deutlich schneller als AC | Einkaufszentrum, Hotel, Supermarkt, Bürogebäude, Restaurant, Büro | Betriebe, die kosteneffizientes DC wollen |
| DC 80-120 kW | Hoch; kräftige Nachladung in einer kurzen Pause | Autobahn, stark frequentierter öffentlicher Standort | Investoren, die schnellen Durchsatz und hohe Frequenz wollen |
Die Schlüsselfrage beim Lesen der Tabelle lautet: Wie lange bleibt die Person, die das Auto abstellt, dort? Ist der Aufenthalt lang und lautet das Ziel „über Nacht voll“, genügen AC 22 kW. Dauert der Aufenthalt einige Stunden (Einkauf, Essen, Übernachtung) und wollen Sie der Kundschaft eine spürbare Nachladung bieten, füllen 40 kW DC genau diese Lücke. Ist der Aufenthalt sehr kurz und lautet das Ziel „schnellstmöglich weiter“, sind 80 kW und mehr nötig. Deshalb ziehen es viele Betriebe vor, mit 40 kW DC zu beginnen und erst mit sichtbarer Nachfrage zu skalieren, bevor sie die Investition vergrößern.
Die Bemis-BEVDC-Serie: 40, 80, 120, 160 und 200 kW
Die DC-Schnellladefamilie von Bemis ist die BEVDC-Serie mit Optionen von 40 kW bis 200 kW. Die gesamte Serie hat CCS2-Stecker, ist mit den Protokollen OCPP 1.6J / 2.0.1 kompatibel (Fernverwaltung, Nutzerfreigabe und Reporting), nimmt einen dreiphasigen AC-Eingang von 380-480 V, liefert einen DC-Ausgang von 150-1000 V und hat ein für den Außenbereich geschütztes Gehäuse. Der BEVDC 40 als Einstieg mit 40 kW hat eine einzelne Buchse; er lädt also jeweils ein Fahrzeug und ist ideal für Einzelstandort-Szenarien.
| Modell | Ausgangsleistung | Buchsen | Gleichzeitiges Laden | Stecker | OCPP |
|---|---|---|---|---|---|
| BEVDC 40 | 40 kW | 1 | Nein | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
| BEVDC 80 | 80 kW | 2 | Ja | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
| BEVDC 120 | 120 kW | 1 oder 2 | Ja | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
| BEVDC 160 | 160 kW | 2 | Ja | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
| BEVDC 180 | 180 kW | 2 | Ja | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
| BEVDC 200 | 200 kW | 2 | Ja | CCS2 | 1.6J / 2.0.1 |
Der BEVDC 40 mit einer Buchse ist für kleine Betriebe und Einzelstandort-Installationen der Weg, mit geringen Einstiegskosten auf DC-Geschwindigkeit umzusteigen. Wächst der Bedarf – mehr Fahrzeuge, höhere Frequenz –, kommen die Modelle mit zwei Buchsen ab 80 kW ins Spiel, die gleichzeitig laden können. So lässt sich heute mit 40 kW beginnen und für morgen in Richtung höherer Leistung planen.
Die OCPP-Kompatibilität ist auch aus Betreibersicht wichtig: Dank Fernüberwachung, Nutzerfreigabe und Reporting lässt sich die Station an eine Managementsoftware anbinden, die Nutzung nachverfolgen und verschiedene Abrechnungsszenarien einrichten. Im öffentlichen oder Flottenbetrieb macht diese Eigenschaft aus der Station mehr als ein Gerät: einen steuerbaren Servicepunkt – und erleichtert auch die betriebliche Seite der Investition.
Was wird für die Installation einer 40-kW-DC-Station benötigt?
DC-Schnellladen verlangt eine leistungsfähigere Elektroinfrastruktur als eine AC-Wallbox. Grundsätzlich sind eine dreiphasige Versorgung mit ausreichender Leistung (die BEVDC-Serie nimmt einen dreiphasigen AC-Eingang von 380-480 V) und eine Installation durch ein qualifiziertes Team erforderlich. Die genauen elektrischen Werte – die vorhandene Anschlussleistung Ihres Standorts, Verteiler- und Kabelquerschnitte, die nötigen Schutzeinrichtungen und ein möglicher Bedarf an Leistungserhöhung – müssen unbedingt von einer Fachkraft vor Ort beurteilt werden. Die richtige Auslegung ist sowohl für die Sicherheit als auch für den störungsfreien Betrieb der Station unerlässlich.
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DC-Schnellladeeinheiten ansehenHäufig gestellte Fragen
Wie lange braucht eine 40-kW-DC-Ladestation, um ein Auto zu füllen?
Eine genaue Minutenangabe wäre nicht seriös, denn die Dauer hängt von Ihrem Auto ab. Die Formel für eine grobe Schätzung lautet: Dauer ≈ hinzuzufügende Energie (kWh) ÷ Ladeleistung (kW). Bei einem Auto, das die vollen 40 kW annimmt, werden 40 kWh beispielsweise in rund 1 Stunde nachgeladen. Allerdings nimmt nicht jedes Auto 40 kW an, und sobald die Batterie 80 % überschreitet, verlangsamt sich das Laden bewusst (Taper). Die tatsächliche Dauer richtet sich daher nach der Annahmeleistung des Autos und dem Ladestand; die Formel gibt nur die richtige Größenordnung, kein festes Versprechen.
Warum lädt 40 kW DC schneller als AC mit 22 kW?
Weil sich der Ort unterscheidet, an dem die Energie umgewandelt wird. Beim AC-Laden sitzt der Wandler, der den Wechselstrom des Netzes in den Gleichstrom der Batterie überführt, im Fahrzeug und ist meist auf 7,4-22 kW begrenzt; auch eine leistungsstärkere Station kann diese Obergrenze nicht überschreiten. Beim DC-Laden erfolgt die Umwandlung in der Station und der Batterie wird direkt Gleichstrom zugeführt, sodass die Grenze des Onboard-Geräts entfällt. Dadurch überträgt eine 40-kW-DC-Station in derselben Zeit deutlich mehr Energie als 22 kW AC und füllt das Auto in kürzerer Zeit.
Für welche Betriebe eignet sich eine 40-kW-DC-Ladestation?
40 kW sind eine kosteneffiziente DC-Option für Standorte mittlerer Auslastung. Ideal sind Einkaufszentren und Supermärkte, Hotels, Bürogebäude und Restaurants, Büro- und Betriebsparkplätze sowie kleine Fahrzeugflotten, denn Kundschaft oder Personal stellt das Auto ab und erhält währenddessen eine spürbare Nachladung. An Autobahnraststätten, an Standorten mit sehr hohem Fahrzeugdurchsatz oder dort, wo das Laden in kürzester Zeit erwartet wird, eignen sich leistungsstärkere DC-Einheiten im Bereich 80-200 kW besser. Die richtige Leistung richtet sich nach dem Verkehr am Einsatzort.
Wie viele Buchsen hat der Bemis BEVDC 40 und mit welchen Fahrzeugen arbeitet er?
Der BEVDC 40 hat eine Leistung von 40 kW und eine einzelne Buchse; er lädt also jeweils ein Fahrzeug und ist für Einzelstandort-Szenarien ausgelegt. Er verwendet den CCS2-Stecker, den Standardstecker für öffentliches DC-Laden in der Türkei. Er ist mit den Protokollen OCPP 1.6J / 2.0.1 kompatibel (Fernverwaltung, Freigabe und Reporting), nimmt einen dreiphasigen AC-Eingang von 380-480 V, liefert einen DC-Ausgang von 150-1000 V und hat ein für den Außenbereich geschütztes Gehäuse. Werden mehr Fahrzeuge oder höhere Leistung benötigt, sind die BEVDC-Modelle mit zwei Buchsen ab 80 kW die Wahl.
Welche Infrastruktur wird für die Installation einer 40-kW-DC-Ladestation benötigt?
DC-Schnellladen verlangt eine leistungsfähigere Elektroinfrastruktur als eine AC-Wallbox. Grundsätzlich ist eine dreiphasige Versorgung mit ausreichender Leistung nötig; die Bemis-BEVDC-Serie arbeitet mit einem dreiphasigen AC-Eingang von 380-480 V. Die Installation muss unbedingt von einem qualifizierten Team ausgeführt werden. Genaue elektrische Werte – Ihre vorhandene Anschlussleistung, Verteiler- und Kabelquerschnitte, Schutzeinrichtungen und gegebenenfalls eine Leistungserhöhung – müssen von einer Fachkraft vor Ort beurteilt werden. Die richtige Auslegung ist für die Sicherheit ebenso entscheidend wie für den unterbrechungsfreien Betrieb der Station.

