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Ladestationen für Mitarbeiterparkplätze in Fabriken und Industriegebieten

Von:Bemis E-V Charge18. September 20268 Min. Lesezeit

Jede Fabrik, jedes Lager und jedes Industriegebiet mit wachsender Zahl an Elektroautos in der Belegschaft kommt zur gleichen Frage: Wir wollen Ladepunkte auf dem Parkplatz, wo fangen wir an? Das ist nicht wie eine Wallbox zu Hause. In einem Wohnhaus geht es nur darum, ob der Anschluss ausreicht; in einem Produktionsbetrieb gibt es bereits einen Trafo, eine Kompensationsanlage und eine Last, die sich von Stunde zu Stunde ändert. Die Ladepunkte kommen zu diesem Bild hinzu. Dieser Beitrag geht die Entscheidung auf der Fabrik- und Industriegebietsseite der Reihe nach durch.

Ein Mitarbeiterparkplatz ist nicht dasselbe wie ein Fuhrpark

Diese Unterscheidung muss zuerst getroffen werden, denn jede weitere Entscheidung hängt daran. Wird ein Firmenfuhrpark geladen, gehören die Fahrzeuge Ihnen, sie stehen nachts im Betrieb und die Planung liegt bei Ihnen; dieses Szenario haben wir in einem eigenen Beitrag behandelt. Der Mitarbeiterparkplatz ist anders: die Fahrzeuge gehören den Beschäftigten, sie kommen zu Schichtbeginn und fahren zu Schichtende. Das Ladefenster ist also nicht die ganze Nacht, sondern die Dauer der Schicht, und wer wie viel verbraucht hat, muss personenbezogen getrennt werden.

Wie viele Ladepunkte braucht es? Das Schichtmodell gibt die Antwort

Auf einem Mitarbeiterparkplatz kann ein Ladepunkt im Tagesverlauf mehrere Fahrzeuge bedienen, weil das Auto der Beschäftigten stundenlang steht. In einem Einschichtbetrieb, in dem das Fahrzeug morgens kommt und abends fährt, liefert ein Ladepunkt mit 7,4 kW in einem Fenster von 8 Stunden weit mehr Energie als für den täglichen Bedarf nötig; hier wirkt die Dauer, nicht die Geschwindigkeit. In einem Dreischichtbetrieb kann derselbe Ladepunkt nacheinander drei Fahrerinnen und Fahrer bedienen. Deshalb sollte die Anzahl nicht an der Fahrzeugzahl, sondern an der Zahl der gleichzeitig geparkten Elektroautos geplant werden.

  • Zählen Sie die gleichzeitig geparkten Elektroautos, nicht die Gesamtzahl der Beschäftigten.
  • Notieren Sie die Schichtwechselzeiten; dann werden Ladepunkte geteilt.
  • Legen Sie die Infrastruktur für 2-3 Jahre im Voraus aus: Kabel und Verteiler sind beim ersten Aushub günstig, später nicht.
  • Planen Sie einen eigenen Punkt für Besuch und Lieferanten; die Mitarbeiterpunkte möchten Sie vielleicht per Autorisierung sperren.

Die Stromseite im Industriegebiet

In organisierten Industriegebieten läuft die Stromverteilung häufig über die Rechtspersönlichkeit des Gebiets; das heißt, beim Anmelden neuer Last ist Ihr Gegenüber möglicherweise die Gebietsverwaltung und nicht der regionale Netzbetreiber. In kleineren Industriesiedlungen versorgt ein gemeinsamer Trafo mehrere Betriebe, sodass die Aufteilung der Kapazität zum Thema wird. In beiden Fällen lautet die Frage vor der Installation gleich: Ist in Ihrem vorhandenen Trafo und in der Hauptverteilung Platz für die zusätzliche Last?

Das zweite technische Thema ist die Blindstromkompensation. Industriekunden wird Blindenergie in Rechnung gestellt, und wenn dem Betrieb neue Last hinzugefügt wird, muss die Kompensationsanlage auf die neue Situation hin geprüft werden. Wie sich die Ladepunkte darauf auswirken, sollte nach Festlegung von Anzahl und Leistung von der Person beurteilt werden, die die Elektroplanung des Betriebs kennt. Das ist einer der wichtigsten Punkte der Begehung vor der Installation.

Rühren Sie nicht an Ihre Produktionsspitze

Die elektrische Last einer Fabrik ist über den Tag nicht konstant; sie hat Spitzen, wenn Maschinen anlaufen. Der schlechteste Fall für Ladepunkte ist, genau in dieser Spitze gemeinsam mit voller Leistung zu ziehen. Die Lösung ist nicht, die Zahl der Punkte zu kürzen, sondern dynamisches Lastmanagement: das System sieht den aktuellen Verbrauch des Betriebs, reduziert die Ladeleistung automatisch und hebt sie wieder an, sobald es der Betrieb zulässt. Die Serien Bemis Charger Plus 2 und Charger Pro 2 verfügen über diesen Lastausgleich; da die Geräte im Bereich 6-32 A stufig arbeiten, erfolgt die Reduzierung ohne Unterbrechung des Ladevorgangs.

Wer bezahlt den Strom? Entscheiden Sie das vorab

Auf dem Mitarbeiterparkplatz ist das keine technische, sondern eine organisatorische Frage, und sie wird auf drei Arten beantwortet: das Laden wird als Zusatzleistung kostenfrei angeboten, die Kosten werden an die Beschäftigten weitergegeben, oder es wird ein Modell aufgesetzt, das bis zu einer bestimmten kWh-Menge kostenfrei und danach kostenpflichtig ist. Was Sie auch wählen, ohne zu sehen, wer wie viel verbraucht, können Sie es nicht steuern. In den Serien Charger Plus 2 und Charger Pro 2 werden die Nutzerautorisierung per RFID-Karte und das Verwaltungspanel für Gemeinschaftsbereiche mit personenbezogener Auswertung kostenfrei bereitgestellt; es fällt keine Lizenz- oder Abogebühr an. Soll die Messung als Abrechnungsgrundlage dienen, werden Modelle mit integriertem MID-Zähler bevorzugt.

Welches Gerät: AC oder DC?

Auf Mitarbeiter- und Besucherparkplätzen lautet die richtige Antwort fast immer AC. Da das Fahrzeug stundenlang steht, deckt eine AC-Wallbox zwischen 7,4 kW und 22 kW den Bedarf mehr als ausreichend, und die Infrastrukturkosten sind deutlich niedriger. DC-Schnellladen ist für Szenarien gedacht, in denen das Fahrzeug nur Minuten im Betrieb bleibt: Logistikein- und -ausfahrt, ein Verwaltungsgebäude mit starkem Besucherverkehr oder die Entscheidung, den Standort als öffentlichen Ladepunkt zu positionieren. Beides nicht zu vermischen ist die einfachste Einsparung der gesamten Investition.

Warum ist eine Begehung vor der Installation unerlässlich?

Keiner der obigen Punkte lässt sich durch Auswahl aus einem Katalog beantworten: vorhandene Verteilung, Trafolast, Entfernung zum Parkplatz, Kabelführung und Montagefläche müssen vor Ort gesehen werden. Bei Bemis läuft dieser Prozess über den autorisierten Händler; die Geräteauswahl steht nach der Begehung fest, die Installation erfolgt durch eine qualifizierte Elektrofachkraft, und die Produkte werden mit 2 Jahren Herstellergarantie geliefert.

Lassen Sie uns gemeinsam bestimmen, welches Modell und wie viele Punkte Ihr Betrieb braucht.

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Häufig gestellte Fragen

Was wird für die Installation einer Ladestation in einer Fabrik benötigt?

Drei Dinge müssen geklärt sein: wie viele Elektroautos gleichzeitig parken werden, ob im vorhandenen Trafo und in der Hauptverteilung Platz für die zusätzliche Last ist, und wer den Strom bezahlt. Sind diese drei festgelegt, werden Anzahl und Leistung der Geräte gewählt. In der Praxis läuft es so ab: Begehung vor Ort, Festlegung von Geräte- und Punktzahl, bei Bedarf Prüfung von Verteilung und Kompensation, Verlegung der Kabeltrasse, dann Montage und Inbetriebnahme. Ein Gerät ohne Begehung aus dem Katalog zu wählen, erzeugt teure Überraschungen wie einen späteren Verteilertausch.

Wer erteilt im Industriegebiet die Genehmigung für eine Ladestation?

In organisierten Industriegebieten wird die Stromverteilung häufig von der Rechtspersönlichkeit des Gebiets betrieben. In diesem Fall ist Ihr Gegenüber für die Anmeldung neuer Last und die Kapazitätsfrage die Gebietsverwaltung und nicht der regionale Netzbetreiber. In kleineren Industriesiedlungen versorgt ein gemeinsamer Trafo mehrere Betriebe, daher muss die Kapazität mit der Siedlungsverwaltung besprochen werden. Hat der Betrieb einen eigenen Trafo, ist die Lage einfacher, doch vorhandene Last und Kompensation sind trotzdem zu bewerten. Da der Ablauf je nach Region unterschiedlich ist, besteht der erste Schritt darin, die zuständige Verwaltung schriftlich zu fragen.

Wie viele Ladepunkte braucht ein Mitarbeiterparkplatz?

Maßgeblich ist nicht die Gesamtzahl der Beschäftigten, sondern wie viele Elektroautos gleichzeitig auf dem Parkplatz stehen. Da das Fahrzeug während der Schicht steht, kann ein einzelner Ladepunkt im Tagesverlauf mehrere Autos bedienen; in einem Fenster von 8 Stunden liefert 7,4 kW die für den täglichen Bedarf nötige Energie bequem. In einem Dreischichtbetrieb kann derselbe Punkt nacheinander drei Fahrerinnen und Fahrer bedienen. Praktisch heißt das: Geräte nach der heutigen Zahl der Elektroautos setzen, Kabel- und Verteilerinfrastruktur aber für einige Jahre im Voraus auslegen; Geräte nachzurüsten ist einfach, Kabel zu ziehen teuer.

Belasten die Ladepunkte den Strom der Fabrik?

Ohne Lastmanagement können sie das, denn im schlechtesten Fall ziehen die Geräte gemeinsam volle Leistung, wenn die Produktionslast ihre Spitze hat. Dynamischer Lastausgleich löst das: das System beobachtet den aktuellen Verbrauch des Betriebs, senkt die Ladeleistung automatisch und hebt sie wieder an, sobald es der Betrieb zulässt. Die Serien Bemis Charger Plus 2 und Charger Pro 2 verfügen über diese Funktion, und da die Geräte im Bereich 6-32 A stufig arbeiten, erfolgt die Reduzierung ohne Unterbrechung des Ladevorgangs. Zusätzlich lässt sich per Zeitschaltung das Laden in produktionsfreie Stunden verlegen.

Wie erfassen wir den Stromverbrauch der Beschäftigten?

Personenbezogene Erfassung braucht zweierlei: Nutzerautorisierung und Aufzeichnung. Mit einer RFID-Karte startet jede Person den Ladevorgang mit der eigenen Karte, und das System hält fest, wer wie viele kWh verbraucht hat. Bei Bemis wird das Verwaltungspanel für Gemeinschaftsbereiche in den Serien Charger Plus 2 und Charger Pro 2 kostenfrei bereitgestellt, ohne separate Abo- oder Lizenzgebühr. Soll die Messung als Abrechnungsgrundlage dienen, werden Modelle mit integriertem MID-Zähler gewählt. Diese Struktur ist selbst dann wichtig, wenn das Laden als kostenfreie Zusatzleistung angeboten wird, allein um die Kosten zu sehen.

Sollte ich für meinen Betrieb eine AC-Wallbox oder DC-Schnellladen kaufen?

Entscheidend ist, wie lange das Fahrzeug im Betrieb bleibt. Auf Mitarbeiter- und Besucherparkplätzen steht das Auto stundenlang, daher deckt eine AC-Wallbox im Bereich 7,4-22 kW den Bedarf mehr als ausreichend, und die Infrastrukturkosten sind deutlich niedriger. DC-Schnellladen ist für Szenarien gedacht, in denen das Fahrzeug nur Minuten bleibt: starker Besucherverkehr, Logistikein- und -ausfahrt oder die Entscheidung, den Standort als öffentlichen Ladepunkt zu positionieren. Für die meisten Produktionsbetriebe lautet die richtige Antwort AC; wird DC gebraucht, dann meist an einem separaten und zahlenmäßig kleinen Punkt.

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