Elektro-Ladelösungen für Fahrzeugflotten: Leitfaden für Depot- und Nachtladen
Wenn die Servicefahrzeuge, die Vertriebsflotte, die Lieferwagen oder die Mitarbeiterfahrzeuge von Unternehmen auf Elektroantrieb umstellen, lautet die entscheidende Frage nicht mehr 'welches Fahrzeug sollen wir kaufen', sondern 'wo, wann und wie laden wir diese Fahrzeuge'. Das Flottenladen ist ein völlig anderes technisches Problem als die Wandladestation eines einzelnen Wohnhauses: Denn auf demselben Gelände wollen mehrere Fahrzeuge, die sich eine begrenzte elektrische Leistung teilen, meist zu denselben Zeiten geladen werden.
Dieser Leitfaden erklärt Schritt für Schritt, warum das AC-Laden im Depot und in der Nacht das Rückgrat der Flotte ist, wann das DC-Nachladen tagsüber ins Spiel kommt, wie viele Geräte und wie viel Leistung Sie benötigen (Sizing), warum das Lastmanagement in einer Anlage mit vielen Fahrzeugen zwingend wird und wie fahrer-/fahrzeugbezogene Autorisierung und Berichterstattung über OCPP aufgebaut werden.
Warum unterscheidet sich das Flottenladen vom Laden zu Hause?
In einem Wohnhaus gibt es ein einziges Fahrzeug, das die ganze Nacht an der Steckdose bleibt und bis zum Morgen reichlich Zeit hat. Bei einer Flotte ändert sich das Bild: Die Fahrzeugzahl steigt, jedes hat ein anderes Parkfenster, manche Fahrzeuge sind tagsüber im Einsatz, und die Leistung des Stromanschlusses reicht möglicherweise nicht aus, um alle Geräte gleichzeitig mit voller Leistung zu versorgen.
Deshalb stehen beim Flottenladen drei Themen im Vordergrund: (1) der richtige Gerätetyp und die richtige Anzahl, (2) die intelligente Verteilung der gesamten Anlagenleistung, (3) die Messung, welches Fahrzeug/welcher Fahrer wie viel Energie verbraucht. Ohne dass alle drei gelöst sind, wird die Flottenumstellung nicht nachhaltig.
Depot- und Nachtladen: das Rückgrat der Flotte ist AC
Flottenfahrzeuge stehen meist nachts auf dem Gelände, im Depot oder auf dem Parkplatz geparkt. Das ist das längste und günstigste Ladefenster. Da die Fahrzeuge 8–12 Stunden an der Steckdose bleiben können, ist keine hohe Leistung nötig; die AC-Wallbox-Geräte stehen genau im Zentrum dieses Szenarios.
Beim AC-Laden übernimmt der Onboard Charger (das fahrzeuginterne Ladegerät) im Fahrzeug die Umwandlung; die Station leitet den Wechselstrom des Netzes an das Fahrzeug weiter, das Fahrzeug wandelt ihn in den für seine Batterie passenden Gleichstrom um. Deshalb sind AC-Geräte einfacher, wirtschaftlicher und gut geeignet, um sie an vielen Parkplätzen zu verbreiten.
Die AC-Wallbox-Familie von Bemis E-V Charge bietet Modelle mit Type-2-Anschluss im Leistungsbereich von 7,4–22 kW; Type 2 ist in der Türkei und Europa der Standardanschluss für das AC-Laden. Dieses langsame, aber unterbrechungsfreie Laden über Nacht ist der zuverlässigste und kostengünstigste Weg, damit die Flotte jeden Morgen voll startet.
Die Grundregel der Flottenelektrifizierung ist einfach: Lege die Fahrzeuge nicht auf schnelles Laden am Tag aus, sondern auf günstiges und leises Laden in der Nacht.
DC-Nachladen am Tag: wann ist es nötig?
Nicht jede Flotte passt allein in die Nacht. Bei Betrieben mit Schichtbetrieb, hoher Tageskilometerleistung, kurzen Rückkehrintervallen ins Depot oder Fahrzeugen, die rund um die Uhr im Wechsel genutzt werden, ist tagsüber schnelles Nachladen nötig. Hier kommt das CCS2-DC-Schnellladen ins Spiel.
Beim DC-Laden erfolgt die Umwandlung nicht im Fahrzeug, sondern in der Station; dadurch wird dem Fahrzeug direkt Gleichstrom mit hoher Leistung zugeführt und die Ladezeit verkürzt sich deutlich. CCS2 ist in der Türkei und Europa der Standardanschluss für das DC-Schnellladen. Die CCS2-DC-Einheiten von Bemis E-V Charge werden eingesetzt, um dem Fahrzeug in kurzen Zeitfenstern wie Pausen oder Lieferintervallen schnell einen 'Energienachschub' zu geben.
Das praktische Konzept ist meist hybrid: Viele AC-Wallboxen decken die Nacht ab, während wenige CCS2-DC-Einheiten das dringende/kritische Nachladen am Tag übernehmen. So bleibt die Investition ausgewogen und die operative Flexibilität erhalten.
Planung von Gerätezahl und Leistung (Sizing)
Die richtige Anzahl an Geräten zu wählen ist der kritischste Schritt eines Flottenprojekts. Zu wenige Geräte bedeuten Warteschlangen und nicht vollgeladene Fahrzeuge; zu viel Leistung bedeutet unnötige Infrastrukturkosten. Bei der Planung sollten folgende Fragen beantwortet werden:
- Wie viele Fahrzeuge hat die Flotte und wie viele Kilometer legen sie im Schnitt pro Tag zurück?
- Wie lang ist das Parkfenster der Fahrzeuge auf dem Gelände (wie viele Stunden können sie nachts angeschlossen bleiben)?
- Kehren alle zur selben Zeit zurück oder im Schichtbetrieb/verteilt?
- Wie viel Leistung kann der Stromanschluss der Anlage beziehen (vorhandene Transformator-/Verteilerkapazität)?
- Welche Onboard-Charger-Leistung haben die Fahrzeuge (nehmen sie zum Beispiel eine Phase oder drei Phasen an)?
- Wird die Flotte in naher Zukunft wachsen (Bedarf an Skalierbarkeit)?
Der grundlegende Unterschied liegt hier zwischen kW (Leistung, also Ladegeschwindigkeit) und kWh (Energie, also die insgesamt an das Fahrzeug übertragene Menge). Sie berechnen aus der Tageskilometerleistung, 'wie viel Energie' (kWh) ein Fahrzeug nachts benötigt, teilen dies durch das Parkfenster in Stunden und ermitteln so die erforderliche 'Leistung' (kW). Für die meisten Flotten sind viele AC-Punkte mit geringer Leistung effizienter als wenige Punkte mit hoher Leistung.
Die Logik des Parkfensters
Wenn ein Fahrzeug nachts 10 Stunden angeschlossen bleibt, ist es unnötig, es in 1 Stunde vollzuladen. Die Energie über einen langen Zeitraum zu verteilen, ermöglicht sowohl den Einsatz von Geräten mit geringerer Leistung (und damit wirtschaftlicheren) als auch die Verteilung der Gesamtleistung der Anlage auf mehr Fahrzeuge. In der Flottenplanung ist die Regel maßgeblich: 'Je länger das Fenster, desto geringer die erforderliche Leistung.'
Warum ist Lastmanagement in einer Anlage mit vielen Fahrzeugen zwingend?
Angenommen, auf einem Gelände gibt es 10 AC-Geräte mit je 22 kW. Laufen alle gleichzeitig mit voller Leistung, entsteht ein momentaner Bedarf von 220 kW; der Anschluss der Anlage bewältigt das aber möglicherweise nicht. Genau hier kommt das Lastmanagement (Load Management / dynamische Leistungsverteilung) ins Spiel.
Das Lastmanagement verteilt die verfügbare Gesamtleistung intelligent auf die gerade angeschlossenen Fahrzeuge. Sind wenige Fahrzeuge angeschlossen, gibt es jedem mehr Leistung; laden viele Fahrzeuge gleichzeitig, teilt es die Leistung gerecht auf und überlastet weder die Hauptsicherung noch den Transformator der Anlage. So können Sie mehr Geräte installieren, ohne eine teure Erhöhung der Anschlussleistung oder eine Transformatorinvestition.
- Statische Verteilung: Die Gesamtleistung wird in festen Anteilen auf die Geräte aufgeteilt.
- Dynamische Verteilung: Die für das Laden verbleibende Leistung wird je nach momentanem Verbrauch der Anlage in Echtzeit verteilt.
- Priorisierung: Kritischen Fahrzeugen (zum Beispiel dem früh morgens ausrückenden Servicefahrzeug) kann Vorrang eingeräumt werden.
Lastmanagement ist im Flottenkonzept kein 'Luxus', sondern eine praktische Notwendigkeit; denn die Leistung einer Anlage liegt in der Regel unter der summierten Nennleistung aller Geräte.
Fahrer- und fahrzeugbezogene Autorisierung: RFID und OCPP
Bei einer Flotte ist die Antwort auf die Frage 'wer hat mit welchem Fahrzeug wie viel geladen' aus operativer und finanzieller Sicht entscheidend. Hier stehen zwei Begriffe im Vordergrund: Autorisierung (wer den Ladevorgang starten darf) und Berichterstattung (wie viel Energie verbraucht wurde).
RFID-Karten weisen jedem Fahrer oder Fahrzeug eine Identität zu; ohne dass die Karte am Gerät vorgehalten wird, beginnt der Ladevorgang nicht. Das verhindert unbefugte Nutzung und bindet zugleich jede Ladesitzung an einen bestimmten Nutzer. OCPP (Open Charge Point Protocol) wiederum ist das offene Protokoll, das die Kommunikation der Geräte mit einer zentralen Managementsoftware (CSMS) ermöglicht.
Die OCPP-fähigen Modelle von Bemis E-V Charge ermöglichen Fernüberwachung und intelligentes Management: Sie können die Geräte über eine einzige Oberfläche einsehen, Sitzungen protokollieren, Nutzerrechte verwalten und den Energieverbrauch nach Fahrzeug oder Fahrer aufschlüsseln. Für tiefergehende Informationen zu OCPP können Sie unseren entsprechenden Leitfaden ansehen.
Die Transparenz, die die Berichterstattung der Flotte bringt
- Monatliche kWh-Aufschlüsselung für jedes Fahrzeug/jeden Fahrer
- Kostenverteilung und Zuordnung nach Abteilung/Filiale
- Auslastung der Ladepunkte (für die Kapazitätsplanung)
- Erkennung von Störungen oder ungenutzten Geräten
- Prognose des Bedarfs an zusätzlichen Geräten mit wachsender Flotte
Skalierbarkeit: heute 5 Fahrzeuge, morgen 50
Die Flottenelektrifizierung wird selten in einem Zug abgeschlossen; die meisten Unternehmen stellen schrittweise um. Deshalb spart es Geld und Zeit, die Infrastruktur bereits bei der ersten Installation zukunftssicher auszulegen. Werden Verteiler, Verkabelung und Leistungszuweisung von Anfang an mit Blick auf Wachstum geplant, wird das Hinzufügen neuer Geräte viel einfacher und günstiger.
OCPP-fähige Geräte sind auch in dieser Hinsicht vorteilhaft: Neu hinzugefügte Stationen werden in dasselbe zentrale Managementsystem eingebunden, ohne dass ein separater Verwaltungsaufwand entsteht. Dank Lastmanagement wird auch die vorhandene Leistung auf die steigende Gerätezahl neu verteilt.
Perspektive der Gesamtbetriebskosten (TCO)
Bei der Bewertung einer Flotten-Ladeinvestition ist nicht nur der Gerätepreis, sondern auch der Gesamtbetriebskosten zu betrachten. Bei diesem Ansatz werden die Installationskosten nicht für sich allein betrachtet, sondern zusammen mit dem Wert, den sie über die Betriebslebensdauer schaffen.
- Gerät und Installation (Hardware + elektrische Infrastruktur)
- Betrieb: Optimierung der Energiekosten durch Laden in kostengünstigen Zeitfenstern wie dem Nachttarif
- Einsparung von Infrastrukturkosten, indem dank Lastmanagement Anschluss-/Transformatorinvestitionen vermieden werden
- Kosten dank Berichterstattung korrekt zuordnen und Verschwendung erkennen
- Geringere Kosten künftiger Gerätehinzufügungen dank skalierbarer Infrastruktur
Bei richtiger Auslegung wird das Flottenladen zu einer Investition, die die Anfangskosten mit der Zeit durch niedrige Energiekosten und operative Effizienz ausgleicht. (Da die genaue Einsparung und Amortisationszeit vom Stromtarif, der Fahrzeugzahl, dem Nutzungsprofil und den jeweiligen Vorschriften abhängen, sollten sie anlagenspezifisch berechnet werden.)
Die für die Flotte geeignete Gerätefamilie
In einem Flottenprojekt arbeitet nicht ein einzelnes Produkt, sondern eine Gerätefamilie zusammen: viele AC-Wallboxen für das Nachtladen, CCS2-DC-Einheiten für das Nachladen am Tag, die richtigen Type-2-Ladekabel für die Fahrzeugverbindung und OCPP-fähige Modelle für das Fernmanagement. Bemis E-V Charge bietet all diese Komponenten in heimischer Fertigung unter einem Dach.
Auch die Wahl des Type-2-Kabels ist in der Flotte wichtig; ein Kabel, das zur Onboard-Charger-Leistung der Fahrzeuge passt (einphasig/dreiphasig, 16A/32A), beeinflusst Ladegeschwindigkeit und Sicherheit unmittelbar. Für gewerbliche Flottenprojekte kommt an dieser Stelle unser B2B-Prozess ins Spiel, der Planung, Sizing und Gerätebeschaffung gemeinsam behandelt.
Zusammenfassung: Checkliste für das Flottenladen
- Reichlich AC-Wallbox für Nacht/Depot; wenige CCS2-DC für kritisches Nachladen am Tag.
- Dimensioniere die Gerätezahl nach Fahrzeugzahl, Tageskilometern und Parkfenster (Sizing).
- Plane das Lastmanagement (dynamische Leistungsverteilung) von Anfang an, um die Anlagenleistung nicht zu überlasten.
- Richte mit RFID + OCPP Autorisierung und fahrer-/fahrzeugbezogene Berichterstattung ein.
- Lege die Infrastruktur skalierbar für künftiges Wachstum aus.
- Bewerte die Investition nicht am Gerätepreis, sondern an den Gesamtbetriebskosten.
Ein Unternehmen, das diese sechs Punkte von Anfang an richtig konzipiert, kann seine Flotte reibungslos, skalierbar und kostentechnisch nachhaltig auf Elektroantrieb umstellen.
Entdecken Sie unsere gewerblichen Lösungen für ein auf Ihre Fahrzeugflotte zugeschnittenes Depot- und Nachtladekonzept, die Planung der Gerätezahl und das OCPP-fähige Management.
Flotten- und Unternehmens-Ladelösungen (B2B)Häufig gestellte Fragen
Ist AC- oder DC-Laden für eine Fahrzeugflotte besser geeignet?
Für die meisten Flotten ist die Grundlösung das AC-Laden; denn die Fahrzeuge stehen nachts 8–12 Stunden im Depot oder auf dem Parkplatz geparkt, und in diesem langen Fenster ist keine hohe Geschwindigkeit nötig. AC-Wallbox-Geräte sind einfacher, wirtschaftlicher und gut geeignet, um sie an vielen Parkplätzen zu verbreiten. CCS2-DC-Schnellladen wird tagsüber eingesetzt; bei Betrieben mit Schichtbetrieb, hoher Tageskilometerleistung oder kurzen Lieferintervallen für kurzzeitiges Nachladen. Das ideale Konzept ist meist hybrid: Viele AC-Geräte, die die Nacht abdecken, arbeiten mit wenigen DC-Geräten zusammen, die das kritische Nachladen am Tag übernehmen; so bleibt auch die Investition ausgewogen.
Wie viele Ladestationen brauche ich im Depot?
Die Gerätezahl hängt von der Fahrzeugzahl der Flotte, der durchschnittlichen Tageskilometerleistung, dem Parkfenster der Fahrzeuge auf dem Gelände und der vorhandenen Anlagenleistung ab. Die richtige Zahl wird durch 'Sizing' bestimmt: Zuerst wird aus der Tageskilometerleistung die Energie (kWh) berechnet, die jedes Fahrzeug nachts benötigt, dann wird diese Energie durch die Parkdauer geteilt, um die pro Fahrzeug erforderliche Leistung (kW) zu ermitteln. Können die Fahrzeuge nachts lange angeschlossen bleiben, sind viele AC-Punkte mit geringer Leistung in der Regel effizienter als wenige Geräte mit hoher Leistung. Zu wenige Geräte führen zu Warteschlangen und nicht vollgeladenen Fahrzeugen, zu viel Leistung zu unnötigen Infrastrukturkosten; das Gleichgewicht wird über diese Rechnung hergestellt.
Was ist Lastmanagement (Load Management) und warum ist es notwendig?
Lastmanagement (Load Management) ist ein System, das die gesamte elektrische Leistung der Anlage intelligent auf die gerade ladenden Fahrzeuge verteilt. Laufen beispielsweise 10 Geräte mit je 22 kW gleichzeitig mit voller Leistung, entsteht ein momentaner Bedarf von 220 kW; der Anschluss der Anlage bewältigt das aber möglicherweise nicht. Das Lastmanagement verteilt die Leistung dynamisch: Sind wenige Fahrzeuge angeschlossen, gibt es jedem mehr Leistung, laden viele Fahrzeuge, teilt es sie gerecht auf und überlastet weder die Hauptsicherung noch den Transformator. Kritischen Fahrzeugen (zum Beispiel dem früh morgens ausrückenden Servicefahrzeug) kann auch Vorrang eingeräumt werden. So wird es möglich, mit derselben Infrastruktur mehr Geräte zu installieren, ohne einen teuren Transformator oder eine Anschlusserhöhung.
Wie verfolge ich, welcher Fahrer wie viel geladen hat?
Bei einer Flotte wird die Antwort auf die Frage 'wer hat mit welchem Fahrzeug wie viel geladen' über zwei Komponenten gegeben: Autorisierung und Berichterstattung. RFID-Karten weisen jedem Fahrer oder Fahrzeug eine Identität zu; ohne dass die Karte am Gerät vorgehalten wird, beginnt die Sitzung nicht, wodurch unbefugte Nutzung verhindert und jeder Ladevorgang an einen bestimmten Nutzer gebunden wird. OCPP-fähige Geräte wiederum kommunizieren mit der zentralen Managementsoftware (CSMS) und protokollieren den Energieverbrauch jeder Sitzung. Im Ergebnis lassen sich die monatliche kWh-Aufschlüsselung nach Fahrer oder Fahrzeug, die Zuordnung der Kosten nach Abteilung/Filiale, die Auslastung der Ladepunkte sowie die Erkennung gestörter/ungenutzter Geräte über eine einzige Oberfläche einsehen.
Reicht die bestehende Installation aus, wenn meine Flotte wächst?
Wurde die Infrastruktur von Anfang an skalierbar ausgelegt, ist das Hinzufügen neuer Geräte mit wachsender Flotte einfach und wirtschaftlich. Dafür sollten Verteiler, Verkabelung und Leistungszuweisung bereits bei der ersten Installation mit Blick auf künftiges Wachstum geplant werden. Da OCPP-fähige Geräte in dasselbe zentrale Managementsystem eingebunden werden können, werden neue Stationen ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand der Flotte hinzugefügt. Dank Lastmanagement wird auch die vorhandene Leistung automatisch auf die steigende Gerätezahl neu verteilt. Mit diesem Ansatz muss eine Flotte, die heute mit 5 Fahrzeugen beginnt, die Infrastruktur nicht von Grund auf neu aufbauen, wenn sie später auf 50 Fahrzeuge wächst; ein schrittweises und kostengünstiges Wachstum ist möglich.
Warum ist der Unterschied zwischen kW und kWh bei der Flottenplanung wichtig?
kW gibt die Leistung, also die Ladegeschwindigkeit an; kWh hingegen ist die insgesamt an das Fahrzeug übertragene Energiemenge. Bei der Flottenplanung ist dieser Unterschied maßgeblich: Zuerst wird aus der Tageskilometerleistung berechnet, wie viel Energie (kWh) ein Fahrzeug pro Tag verbraucht, dann wird diese Energie durch das Parkfenster der Fahrzeuge (wie viele Stunden sie nachts angeschlossen bleiben) geteilt, um die pro Fahrzeug erforderliche Leistung (kW) zu ermitteln. Es gilt die Regel: 'Je länger das Fenster, desto geringer die erforderliche Leistung.' Ohne diese Rechnung lassen sich die richtige Geräteleistung und -anzahl nicht wählen; es entsteht das Risiko, in unnötig leistungsstarke Geräte zu investieren oder mit unzureichender Kapazität Warteschlangen zu erzeugen.
Welche Produkte bietet Bemis E-V Charge für Flottenprojekte?
Bemis E-V Charge bietet alle Komponenten eines Flottenprojekts in heimischer Fertigung unter einem Dach: 7,4–22 kW Type-2-AC-Wallbox-Geräte für das Nachtladen, CCS2-DC-Schnellladeeinheiten für das Nachladen am Tag, zur Onboard-Charger-Leistung der Fahrzeuge (einphasig/dreiphasig, 16A/32A) passende Type-2-Ladekabel sowie OCPP-fähige Modelle für Fernüberwachung und intelligentes Management. Die gesamte Ausrüstung wird in der Anlage in Bursa in der Schutzklasse CE und IP65-IP66 gefertigt. Bei gewerblichen Flottenprojekten werden Planung, Sizing und Gerätebeschaffung mit unserem B2B-Prozess durchgeführt, der diesen Ablauf gemeinsam behandelt.

