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Glossar der Fachbegriffe zum Laden von Elektroautos

Von:Bemis E-V Charge16. Juni 2026Aktualisiert: 27. Juni 20267 Min. Lesezeit

Die Welt der Elektroautos hat ihr eigenes Vokabular: AC oder DC, Type 2 oder CCS2, sind kW und kWh dasselbe? Dieses Glossar versammelt die häufigsten Begriffe rund um das Laden von Elektroautos in kurzen, klaren und nüchternen Definitionen. Wir haben die Begriffe nach Themen gruppiert, damit Sie das gesuchte Konzept schnell finden.

Grundlagen zu AC & DC

AC-Laden

Beim AC-Laden (Wechselstrom) übernimmt das im Fahrzeug integrierte Ladegerät die Umwandlung des Stroms in den von der Batterie benötigten Gleichstrom (DC). Es eignet sich für Zuhause und Unternehmen; es ist langsam bis mittelschnell (meist 7,4–22 kW) und wird in der Türkei mit dem Type-2-Anschluss verwendet.

DC-Laden

Beim DC-Laden (Gleichstrom) erfolgt die Umwandlung innerhalb der Station und hohe Leistung wird direkt in die Batterie geführt. Es ist Schnellladen (50–350+ kW), findet sich meist an öffentlichen Ladepunkten und wird in der Türkei mit dem CCS2-Anschluss verwendet.

Onboard-Charger (integriertes Ladegerät)

Das ist die Einheit im Fahrzeug, die AC in DC umwandelt, und sie begrenzt die AC-Ladegeschwindigkeit des Fahrzeugs. Die meisten Fahrzeuge laden mit maximal 11 kW AC; einige Modelle unterstützen 7,4 kW oder 22 kW.

Anschlüsse & Kabel

Type 1 (SAE J1772)

Ein einphasiger AC-Ladeanschluss mit Fokus auf Nordamerika und Japan. In der Türkei nicht verbreitet.

Type 2 (Mennekes, IEC 62196-2)

Der AC-Ladestandard Europas und der Türkei. Unterstützt sowohl ein- als auch dreiphasiges Laden.

CCS2 (Combined Charging System / Combo 2)

Die Variante des Type-2-Anschlusses, bei der unten zwei DC-Pins ergänzt sind. Der DC-Schnellladestandard Europas und der Türkei.

CHAdeMO

Ein DC-Schnellladestandard japanischen Ursprungs. Die Verbreitung in Europa nimmt zunehmend ab.

GB/T

Der Ladestandard Chinas; er verwendet separate Anschlüsse für AC und DC.

Mode 2

Ein tragbares Ladekabel, das in eine Steckdose gesteckt wird und eine Steuerbox namens IC-CPD besitzt. Es arbeitet mit niedriger bis mittlerer Leistung.

Mode 3

Ein an eine feste Ladestation (Wallbox) angeschlossenes Kabel. Es bietet sichereres Laden mit höherer Leistung als Mode 2.

Leistung & Geschwindigkeit

kW (Kilowatt)

Steht für die Leistung, also die momentane Ladegeschwindigkeit. Es zeigt, wie schnell das Gerät in diesem Moment Energie in die Batterie führt.

kWh (Kilowattstunde)

Steht für die Energie; sie gibt die Batteriekapazität oder die in das Fahrzeug geladene Strommenge an. Grob gilt: Ladedauer = kWh ÷ kW.

Einphasig

Ein einphasiger Stromanschluss, der beim AC-Laden meist eine Leistung bis 7,4 kW liefert.

Dreiphasig

Ein dreiphasiger Stromanschluss, der beim AC-Laden 11 kW oder 22 kW Leistung liefern kann.

Wallbox

Eine an der Wand montierte AC-Ladestation. Konzipiert für die Nutzung zu Hause und im Unternehmen.

SoC (State of Charge)

Der aktuelle Ladezustand der Batterie in Prozent.

Taper

Das deutliche Verlangsamen der Ladegeschwindigkeit beim DC-Schnellladen, nachdem die Batterie 80 % überschreitet. Es wird angewendet, um die Batterie zu schonen.

Energierichtung: V2L, C2L, V2G

V2L (Vehicle-to-Load)

Eine Funktion, mit der Strom aus der Fahrzeugbatterie an externe Geräte oder an das Haus abgegeben werden kann.

C2L (Charger-to-Load)

Ermöglicht ähnlich wie V2L eine Stromübertragung; diese erfolgt über die Ladestation.

V2G (Vehicle-to-Grid)

Die Rückspeisung von Strom aus der Fahrzeugbatterie in das Stromnetz.

Smart Charging (OCPP usw.)

OCPP (Open Charge Point Protocol)

Das offene Kommunikationsprotokoll zwischen Ladestation und zentralem Managementsystem. Es ermöglicht Funktionen wie Fernüberwachung, Lastmanagement und nutzungsbasierte Abrechnung.

CSMS (Charging Station Management System)

Die zentrale Software, die Ladepunkte aus der Ferne verwaltet.

Lastmanagement (Load Balancing / dynamisches Lastmanagement)

Ein Verfahren, das die vorhandene elektrische Kapazität auf die Geräte verteilt. Es ermöglicht das Laden mehrerer Fahrzeuge, ohne die Kapazität der Installation zu überschreiten.

RFID / NFC

Ein Verfahren, den Ladevorgang per Karte oder kontaktlosem Lesen zu autorisieren.

Schutz & Sicherheit

IP65 / IP66

Gibt die Schutzklasse des Geräts gegen Staub und Wasser an. Diese Klassen stehen für die Eignung zur Nutzung im Außenbereich.

Kurz zur Erinnerung: kW ist die Ladegeschwindigkeit, kWh die geladene Energiemenge. Die Dauer ermitteln Sie grob, indem Sie kWh durch kW teilen.

Bemis E-V Charge ist die in Bursa ansässige, heimische EV-Lademarke der Bemis Teknik Elektrik A.Ş., die seit 1994 produziert. Die Entsprechungen der Begriffe aus diesem Glossar in realen Produkten finden Sie in den Produktfamilien AC-Wallbox (7,4–22 kW), Type-2-Kabel (Mode 2 und Mode 3), V2L/C2L-Lösungen und CCS2-DC-Einheiten; alle sind CE-, IP65-66- und OCPP-konform.

Um die Entsprechungen der Begriffe in realen Produkten zu sehen, werfen Sie einen Blick auf die Produktfamilie von Bemis E-V Charge.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Type 2?

Type 2 (Mennekes, IEC 62196-2) ist der Anschlusstyp, der den AC-Ladestandard Europas und der Türkei bildet. Sein wichtigstes Merkmal ist, dass er sowohl einphasiges als auch dreiphasiges Laden unterstützt; dadurch kann er je nach Ihrer Installation auf verschiedenen Leistungsstufen von 7,4 kW bis 22 kW genutzt werden. In der Türkei ist dies der Standardanschluss, der Ihnen beim AC-Laden zu Hause und im Unternehmen begegnet, und er wird in an der Wand montierten AC-Ladestationen (Wallbox) sowie in Type-2-Kabeln verwendet. Beim täglichen Laden ist Type 2 also der Anschluss, mit dem Sie am häufigsten zu tun haben. Zudem baut der DC-Schnellladestandard CCS2 auf diesem Anschluss auf, wobei unten zwei DC-Pins ergänzt sind.

Wofür ist OCPP nützlich?

OCPP (Open Charge Point Protocol) ist das offene Kommunikationsprotokoll zwischen der Ladestation und dem zentralen Managementsystem (CSMS). Das CSMS ist die zentrale Software, die Ladepunkte aus der Ferne verwaltet. Dass das Protokoll offen ist, ermöglicht es, dass Geräte verschiedener Hersteller eine gemeinsame Sprache sprechen. Dadurch werden Funktionen wie Fernüberwachung, Lastmanagement und nutzungsbasierte Abrechnung möglich; Sie können also einen Ladepunkt aus der Ferne überwachen, die vorhandene Kapazität auf die Geräte verteilen und messen, wer wie viel geladen hat. Für die Autorisierung kann es zusammen mit dem RFID/NFC-Kartenverfahren genutzt werden. Diese Eigenschaften gewinnen besonders in Installationen an Bedeutung, in denen mehrere Geräte verwaltet werden, etwa in Unternehmen, Wohnanlagen und Flotten.

Was ist der Unterschied zwischen Mode 2 und Mode 3?

Mode 2 ist ein tragbares Ladekabel, das in eine gewöhnliche Steckdose gesteckt wird und eine Steuerbox namens IC-CPD besitzt; es arbeitet mit niedriger bis mittlerer Leistung und ist dank seiner Flexibilität praktisch für das Not- oder Gelegenheitsladen. Mode 3 dagegen ist ein an eine feste Ladestation (Wallbox) angeschlossenes Kabel. Mode 3 bietet sowohl sichereres als auch leistungsstärkeres Laden als Mode 2; deshalb ist für den regelmäßigen, dauerhaften Einsatz zu Hause oder im Unternehmen Mode 3 die bevorzugte Methode. Kurz gesagt eignet sich Mode 2 für Mobilität und Mode 3 für sicheres und schnelles stationäres Laden.

Was ist der Unterschied zwischen kW und kWh?

kW (Kilowatt) steht für die Leistung, also die momentane Ladegeschwindigkeit; es zeigt, wie schnell das Gerät in diesem Moment Energie in die Batterie führt. kWh (Kilowattstunde) hingegen steht für die Energie; es gibt die Batteriekapazität oder die in das Fahrzeug geladene Strommenge an. Sie können die beiden so unterscheiden: kW ist wie die Durchflussrate eines Wasserhahns, kWh wie die gesamte Wassermenge, die nach dem Durchfluss eingelaufen ist. Aus diesem Zusammenhang lässt sich auch die Ladedauer grob berechnen: Die Dauer ergibt sich näherungsweise, indem man die zu ladende Energie (kWh) durch die Ladeleistung (kW) teilt. Teilen Sie zum Beispiel 22 kWh Energie durch 11 kW Leistung, ergibt sich grob eine Ladedauer von 2 Stunden; deshalb ist es wichtig, diese beiden Einheiten nicht zu verwechseln.

Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-Laden?

Beim AC-Laden (Wechselstrom) übernimmt das im Fahrzeug integrierte Ladegerät (Onboard-Charger) die Umwandlung des Stroms in den von der Batterie benötigten Gleichstrom (DC). Diese integrierte Einheit begrenzt zugleich die AC-Ladegeschwindigkeit. Deshalb ist AC-Laden meist langsam bis mittelschnell (7,4–22 kW), eignet sich für Zuhause und Unternehmen und wird in der Türkei mit dem Type-2-Anschluss verwendet. Beim DC-Laden (Gleichstrom) hingegen erfolgt die Umwandlung innerhalb der Station und hohe Leistung wird direkt in die Batterie geführt; das bedeutet Schnellladen (50–350+ kW). DC findet sich meist an öffentlichen Ladepunkten und wird in der Türkei mit dem CCS2-Anschluss verwendet.

Was ist CCS2?

CCS2 (Combined Charging System / Combo 2) ist die Variante des Type-2-Anschlusses, bei der unten zwei DC-Pins ergänzt sind, und es ist der DC-Schnellladestandard Europas und der Türkei. Durch diese Bauweise kann derselbe Anschlussbereich sowohl die AC- als auch die DC-Verbindung aufnehmen; in der Praxis besitzen viele Fahrzeuge oben Type 2 (AC) und unten CCS2 (DC) zusammen. CCS2 sollte nicht als Konkurrent von Type 2, sondern als dessen für DC erweiterte Version verstanden werden. Da beim DC-Laden die Umwandlung innerhalb der Station erfolgt, wird hohe Leistung direkt in die Batterie geführt. An öffentlichen Schnellladestationen ist der Anschluss, der Ihnen beim Laden mit hoher Leistung begegnet, in der Türkei höchstwahrscheinlich CCS2.

Was bedeutet V2L?

V2L (Vehicle-to-Load) ist die Funktion, Strom aus der Fahrzeugbatterie an externe Geräte oder an das Haus abzugeben; sie erlaubt es Ihnen also, Ihr Fahrzeug wie eine Art tragbare Stromquelle zu nutzen. Dies ist eine der Lösungen, bei denen die Energie vom Fahrzeug nach außen fließt. Das nach ähnlichem Prinzip arbeitende C2L (Charger-to-Load) führt dieselbe Art der Stromübertragung über die Ladestation aus. Das weiterreichende Konzept V2G (Vehicle-to-Grid) hingegen ist die direkte Rückspeisung von Strom aus der Fahrzeugbatterie in das Stromnetz. Während bei V2L und C2L Energie vom Fahrzeug nach außen abgegeben wird, kehrt diese Energie bei V2G ins Netz zurück. Kurz gesagt ist V2L eine praktische Funktion, die die Energie des Fahrzeugs für den täglichen Gebrauch nutzbar macht.

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