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Ladezeit von Elektroautos: In wie vielen Stunden ist es voll? (AC und DC)

Von:Bemis E-V Charge16. Juni 2026Aktualisiert: 27. Juni 20266 Min. Lesezeit

Vor dem Kauf eines Elektroautos wird am häufigsten gefragt: „In wie vielen Stunden ist das Fahrzeug voll?“ Die Antwort ist keine einzelne Zahl; sie hängt von der Größe der Batterie, der Leistung der Ladestation und vor allem von der maximalen Leistung ab, die das Fahrzeug aufnehmen kann. In diesem Leitfaden geben wir Ihnen eine einfache Formel, mit der Sie die Dauer selbst berechnen können, und teilen Beispielrechnungen für AC- (langsames/normales) und DC- (schnelles) Laden.

Die Grundformel der Ladezeit

Die Ladezeit können Sie grob mit einer einzigen Division ermitteln. Sie teilen die zu ladende Energie (kWh) durch die Ladeleistung (kW):

Dauer (Stunden) ≈ zu ladende Energie (kWh) ÷ Ladeleistung (kW)

In der Praxis treten beim Laden Wärme- und Umwandlungsverluste auf. Deshalb liefert es eine genauere Schätzung, dem Ergebnis der Formel etwa 10–20 % hinzuzurechnen. Teilt man zum Beispiel 55 kWh Energie durch 11 kW, ergeben sich 5 Stunden; mit den Verlusten sollte man in der Praxis eher mit rund 5,5 Stunden rechnen.

Zu beachten: Die „zu ladende Energie“ ist nicht die gesamte Batterie, sondern nur der Teil, den Sie auffüllen möchten. Wenn Sie von 10 % auf 100 % gehen, laden Sie bei einer 60-kWh-Batterie etwa 54 kWh Energie; beginnen Sie bei 30 %, fällt dieser Wert deutlich niedriger aus.

AC-Ladezeiten (langsam/normal)

Das AC-Laden, das zu Hause und im Unternehmen genutzt wird, arbeitet in der Türkei mit dem Type-2-Anschluss. Die gängigen Leistungsstufen sind:

  • Einphasig 7,4 kW (32A) — die für die Standard-Hausinstallation am besten geeignete Option
  • Dreiphasig 11 kW (16A) — die Leistung, die die meisten modernen EVs unterstützen
  • Dreiphasig 22 kW (32A) — die schnellste AC-Option (sofern das Fahrzeug es unterstützt)

Beispielrechnung: 60-kWh-Batterie, von 10 % auf 100 %

  • Mit 7,4-kW-Wallbox ≈ 8 Stunden (ideal für eine Nachtladung)
  • Mit 11-kW-Wallbox ≈ 5,5 Stunden
  • Mit 22-kW-Wallbox ≈ 3 Stunden (wenn das Fahrzeug 22 kW AC aufnimmt)

WICHTIG: Die Grenze der Aufnahmeleistung des Fahrzeugs ist entscheidend

So leistungsstark Ihre Ladestation auch ist – das Fahrzeug muss diese Leistung nicht vollständig aufnehmen. Auf der AC-Seite begrenzt das im Fahrzeug integrierte „Onboard-Ladegerät“ die Geschwindigkeit. Viele Elektroautos nehmen maximal 11 kW AC auf; einige sind auf 7,4 kW, andere auf 22 kW begrenzt.

Selbst wenn Sie eine 22-kW-Wallbox anschaffen, lädt das Fahrzeug mit 11 kW, sofern es nur 11 kW aufnimmt. Entscheidend ist also der jeweils niedrigere Wert von Ladestation und Fahrzeug.

Dieselbe Grenze gilt auch auf der DC-Seite: Wie hoch die „DC-Spitzenleistung“ des Fahrzeugs ist, so kann selbst eine leistungsstärkere Schnellladestation diese Geschwindigkeit nicht überschreiten. Deshalb ist es am besten, vor der Geräteauswahl sowohl die AC-Onboard- als auch die DC-Spitzenleistung Ihres Fahrzeugs zu kennen.

DC-Ladezeiten (schnell)

Das DC-Schnellladen wird an öffentlichen Stationen in der Türkei mit dem CCS2-Anschluss genutzt und meist auf langen Strecken bevorzugt. Typische Leistungen sind etwa 50 kW, 150 kW oder 350 kW. Dass DC-Zeiten fast immer von 10 % bis 80 % angegeben werden, hat einen Grund: Nachdem die Batterie 80 % überschreitet, flacht die Ladekurve ab (Taper) und die letzten 20 % dauern unverhältnismäßig lange.

Beispielrechnung: 60-kWh-Batterie, von 10 % auf 80 %

  • Mit 50 kW DC ≈ 45–60 Minuten
  • Mit 150 kW DC ≈ 20–30 Minuten (wenn das Fahrzeug diese Leistung aufnimmt)
  • Der Abschnitt von 80 % auf 100 % dauert unverhältnismäßig lange; auf langer Strecke ist es meist sinnvoller, bei 80 % zu stoppen und weiterzufahren

Auch bei DC ist die DC-Spitzenleistung des Fahrzeugs entscheidend. Selbst wenn Sie sich an eine 150-kW-Station anschließen, wird das Laden auf diese Geschwindigkeit begrenzt, wenn Ihr Fahrzeug maximal 100 kW aufnimmt.

Faktoren, die die Ladezeit beeinflussen

  • Batteriekapazität (kWh) — größere Batterie, längere Dauer
  • Ladeleistung (kW) — die vom Gerät gebotene Leistung
  • Die vom Fahrzeug aufgenommene maximale Leistung (AC-Onboard + DC-Spitze) — meist ist dies die eigentliche Grenze
  • Anfangsladezustand — von 30 % zu beginnen dauert viel kürzer als von 0 %
  • Temperatur — kaltes Wetter kann das Laden verlangsamen
  • DC-Ladekurve (Taper) — Verlangsamung nach 80 %
  • Installation — einphasig oder dreiphasig

Praktische Empfehlung: im Alltag AC, auf langer Strecke DC

Die meisten Fahrer laden die Batterie nicht täglich von 0 %, sondern von einem Niveau wie 30–40 %. Deshalb ist die tatsächliche tägliche Ladezeit weit kürzer als die oben genannten Volladezeiten. Für den täglichen Gebrauch reicht eine AC-Wallbox zu Hause oder im Unternehmen (die über Nacht bequem vollädt) in der Regel aus; bei Langstreckenbedarf kommen die DC-Schnellladestationen entlang der Strecke ins Spiel.

Bemis E-V Charge, als heimische EV-Lademarke der seit 1994 produzierenden Bemis Teknik Elektrik A.Ş., fertigt in Bursa AC-Wallboxen im Bereich 7,4–22 kW, Type-2-Kabel, tragbare AC-Ladelösungen und DC-Schnellladeeinheiten (z. B. 40 kW BEVDC). Die Produkte sind CE-, IP65-66- und OCPP-konform. Bei der Geräteauswahl die Aufnahmeleistung Ihres Fahrzeugs zu berücksichtigen, bewahrt Sie davor, für mehr Leistung als nötig zu bezahlen.

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Häufig gestellte Fragen

In wie vielen Stunden ist ein Elektroauto voll?

Es gibt keine einzelne Zahl; die Dauer hängt von der Größe der Batterie, der Ladeleistung und vor allem von der maximalen Leistung ab, die das Fahrzeug aufnehmen kann. Für eine einfache Berechnung teilen Sie die zu ladende Energie (kWh) durch die Ladeleistung (kW) und rechnen anschließend für Wärme- und Umwandlungsverluste etwa 10–20 % hinzu. Zum Beispiel dauert das Laden einer 60-kWh-Batterie von 10 % auf 100 % mit 7,4 kW etwa 8 Stunden, mit 11 kW etwa 5,5 Stunden und mit 22 kW etwa 3 Stunden (wenn das Fahrzeug diese Leistung aufnimmt). Denken Sie daran: Die geladene Energie ist nicht die gesamte Batterie, sondern nur der Teil, den Sie auffüllen möchten; beginnen Sie bei 30 %, verkürzt sich die Dauer deutlich.

Wie lange lädt ein Fahrzeug mit 11 kW?

Das Laden einer 60-kWh-Batterie von 10 % auf 100 % mit 11 kW AC dauert einschließlich Verlusten etwa 5,5 Stunden. Dies ist das häufigste Szenario beim Laden zu Hause, da die meisten modernen Elektroautos 11 kW AC aufnehmen können. 11 kW erfordern in der Regel eine dreiphasige Installation. In der Praxis verkürzt sich diese Dauer meist noch weiter, denn Fahrer laden die Batterie in der Regel nicht von 0 %, sondern von einem Niveau wie 30–40 % auf. Eine 11-kW-Wallbox ist also eine praktische tägliche Ladelösung, die das Fahrzeug über Nacht bequem vollädt.

Ich habe eine 22-kW-Wallbox gekauft, aber mein Fahrzeug lädt langsamer, warum?

Der Grund dafür ist, dass das im Fahrzeug integrierte Ladegerät (Onboard-Charger) die AC-Ladegeschwindigkeit begrenzt. So leistungsstark Ihre Ladestation auch ist – das Fahrzeug muss diese Leistung nicht vollständig aufnehmen. Viele Elektroautos nehmen maximal 11 kW AC auf; einige sind auf 7,4 kW begrenzt. Wenn Ihr Fahrzeug also 11 kW aufnimmt, erfolgt das Laden mit 11 kW, selbst wenn Sie eine 22-kW-Wallbox anschließen. Entscheidend ist der jeweils niedrigere Wert von Ladestation und Fahrzeug. Deshalb ist es am besten, vor dem Kauf eines Geräts die AC-Aufnahmeleistung Ihres Fahrzeugs zu kennen.

Wie viele Minuten dauert DC-Schnellladen?

Für eine 60-kWh-Batterie dauert das Laden von 10 % auf 80 % mit 50 kW DC etwa 45–60 Minuten und mit 150 kW DC etwa 20–30 Minuten (wenn das Fahrzeug diese Leistung aufnimmt). Dass DC-Zeiten fast immer nur bis 80 % angegeben werden, hat einen Grund: Nachdem die Batterie 80 % überschreitet, flacht die Ladekurve ab (Taper) und die letzten 20 % dauern unverhältnismäßig lange. Zudem ist wie bei AC auch bei DC die DC-Spitzenleistung des Fahrzeugs entscheidend; selbst wenn Sie sich an eine 150-kW-Station anschließen, wird das Laden auf diese Geschwindigkeit begrenzt, wenn Ihr Fahrzeug maximal 100 kW aufnimmt.

Warum wird DC-Laden meist nur bis 80 % angegeben?

Weil die Ladekurve zum Schutz der Batterie nach 80 % deutlich abflacht; das nennt man Taper. Wegen dieser Verlangsamung dauert der letzte Abschnitt von 80 % auf 100 % im Verhältnis zu den ersten 80 % unverhältnismäßig lange. Daher werden DC-Beispielrechnungen fast immer von 10 % bis 80 % angegeben. Das praktische Ergebnis: Auf langer Strecke ist es meist nicht effizient, an der Station lange zu warten, um das Fahrzeug auf 100 % zu bringen; bei 80 % zu stoppen und weiterzufahren spart Zeit und belegt die Station nicht unnötig. Das tägliche Vollladen erfolgt eher zu Hause mit AC.

Wird das Fahrzeug im Alltag jeden Tag von Grund auf geladen?

Nein. Die meisten Fahrer laden die Batterie nicht jeden Tag von 0 %, sondern von einem Niveau wie 30–40 % auf. Deshalb ist die tatsächliche tägliche Ladezeit weit kürzer als die Volladezeiten in Leitfäden; denn die Energie (kWh), die Sie laden müssen, ist viel geringer. Je höher der Anfangsladezustand, desto kürzer die Dauer; von 30 % zu beginnen endet viel schneller als von 0 %. In der Praxis erledigt eine AC-Wallbox zu Hause oder im Unternehmen dieses Teilladen bequem, während das Fahrzeug über Nacht parkt. Im Alltag gibt es also keine Notwendigkeit, „von Grund auf zu laden“; es genügt, nur den verbrauchten Anteil über Nacht aufzufüllen, und das gelingt mit AC problemlos.

Sollte ich zu Hause AC oder DC-Schnellladen installieren?

Für den täglichen Gebrauch reicht eine AC-Wallbox (7,4–22 kW) zu Hause oder im Unternehmen in der Regel aus; das Fahrzeug lädt über Nacht bequem und der Großteil des täglichen Bedarfs wird so gedeckt. Da die meisten Fahrer die Batterie ohnehin nicht von 0 %, sondern von einem Niveau wie 30–40 % auffüllen, ist die tatsächliche tägliche Dauer kurz. DC-Schnellladen ist eher auf langer Strecke an öffentlichen Stationen entlang des Weges nützlich. Bei der Geräteauswahl ist es wichtig, die Aufnahmeleistung Ihres Fahrzeugs zu berücksichtigen; das bewahrt Sie davor, für mehr Leistung als nötig zu bezahlen. Kurz: Das tägliche Laden erfolgt zu Hause mit AC, der Langstreckenbedarf über DC-Stationen entlang der Strecke; beide ergänzen einander.

Ähnliches

Wie wählt man das Ladegerät für ein Elektroauto aus? →Unterschied zwischen AC- und DC-Laden →EV-Ladeanschlusstypen: Type 2, CCS2, CHAdeMO →AC-Wallbox-Ladegeräte →DC-Schnellladeeinheiten →
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