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Wie lade ich mein Elektroauto zu Hause? Ratgeber für Einsteiger

Von:Bemis E-V Charge20. Juli 20268 Min. Lesezeit

Sie haben ein Elektroauto gekauft oder stehen kurz davor, und die erste Frage in Ihrem Kopf lautet höchstwahrscheinlich: „Wie lade ich mein Auto zu Hause?“ Die gute Nachricht: Die Antwort ist viel einfacher, als Sie denken. So wie Sie mit einem Benziner einmal in der Woche an die Tankstelle fahren, laden die meisten Menschen ihr Elektroauto zu Hause, während sie schlafen – wenn Sie morgens aufstehen, ist das Auto voll. In diesem Ratgeber erklären wir ohne jedes Fachwissen und in Alltagssprache, wie Sie Ihr Auto zu Hause laden.

Es gibt drei Wege, ein Elektroauto zu Hause zu laden, und der einzige grundlegende Unterschied zwischen ihnen liegt in Geschwindigkeit und Sicherheit: (1) die normale Haushaltssteckdose, (2) ein tragbares Ladegerät, (3) ein an der Wand befestigtes Ladegerät – also die Wallbox. Sehen wir sie uns nun einzeln anhand der meistgestellten Fragen an.

Lädt ein Elektroauto an der normalen Haushaltssteckdose?

Kurze Antwort: Ja, aber das ist die langsamste und am wenigsten empfohlene Methode. Mit dem Kabel, das Ihrem Auto beiliegt, können Sie an der normalen Steckdose zu Hause (Schuko) laden. Das Problem ist, dass eine normale Haushaltssteckdose nicht dafür ausgelegt ist, dauerhaft hohen Strom zu ziehen; läuft sie stundenlang unter Volllast, können Steckdose und Installation heiß werden. Deshalb sollte das Laden an der normalen Steckdose nur im Notfall oder mit sehr geringer Leistung (meist 1,8-2,3 kW) in Betracht gezogen werden.

Machen wir es an einem Beispiel greifbar: Ein Auto mit einer 60-kWh-Batterie an der normalen Steckdose zu füllen, kann über 20 Stunden dauern. Für jemanden, der abends einsteckt und morgens losfahren will, reicht das allein also nicht. Ein Heimladegerät füllt dasselbe Auto dagegen in weit kürzerer Zeit. Sehen Sie die normale Steckdose als Notlösung; die eigentliche Lösung sind die beiden folgenden Methoden.

  • Normale Haushaltssteckdose = am langsamsten, dauert lange, belastet die Installation – nur für Notfälle oder gelegentlich.
  • Laden Sie auf keinen Fall über ein Verlängerungskabel oder eine Steckdosenleiste.
  • Wenn Sie häufig laden, ist es schneller und viel sicherer, von Ihrer Elektrofachkraft eine eigene Leitung legen zu lassen und auf ein tragbares oder ein Wandladegerät umzusteigen.

Was ist ein Wandladegerät (Wallbox) und für wen ist es gedacht?

Die zu Hause beliebteste Lösung ist ein an der Wand befestigtes Ladegerät; in der Branche wird es auch „Wallbox“ genannt. Über eine eigene Leitung aus Ihrem Verteiler versorgt und neben der Tür oder in der Garage montiert, lädt dieses Gerät Ihr Auto um ein Vielfaches schneller und weit sicherer als die normale Steckdose. Wenn Sie ein eigenes Haus, eine eigene Garage oder einen festen Platz in einer Tiefgarage haben, ist das die sinnvollste Wahl.

Heimladegeräte teilen sich nach Leistung in zwei Gruppen: einphasige Modelle laden in der Regel bis 7,4 kW, dreiphasige Modelle bis 11-22 kW. Haben Sie zu Hause Dreiphasenstrom, ist schnelleres Laden möglich; wenn nicht, reicht ein einphasiges Modell für den täglichen Gebrauch mehr als aus. Die Modelle Bemis Charger 2, Charger Plus 2 und Charger Pro 2 sind solche Wandladegeräte; alle haben eine Type-2-Buchse (die in der Türkei und in Europa übliche Buchse), sind CE-zertifiziert und nach IP65 geschützt – halten also dem Außenbereich und Regen stand.

  • Wenn Sie ein eigenes Haus / eine eigene Garage / einen festen Stellplatz haben: Ein Wandladegerät (Wallbox) ist die beste Wahl.
  • Für ein einphasiges Zuhause bis 7,4 kW; für ein dreiphasiges Zuhause Modelle bis 11-22 kW.
  • Modelle mit einstellbarem Strom (z. B. der Charger Plus 2) erlauben es, die Ladeleistung zu drosseln, um die Hauptsicherung des Hauses nicht zu belasten.

Für wen ist ein tragbares Ladegerät sinnvoll?

Wenn Sie kein festes Gerät an der Wand anbringen lassen können – zum Beispiel weil Sie zur Miete wohnen, keinen festen Platz in der Garage haben oder es sowohl zu Hause als auch unterwegs nutzen möchten –, ist ein tragbares Ladegerät ein guter Mittelweg. Das sind Geräte, die in eine Tasche passen und die Sie einstecken und benutzen können. Die Modelle Bemis Mini Mobile und Pro Mobile 2 gehören zu dieser Gruppe. Besonders das Pro Mobile 2 lässt sich an unterschiedlichen Steckdosen sicher einsetzen, da der Ladestrom über die Taste am Gerät oder die Mobil-App in 6 Stufen (6-32 Ampere) eingestellt werden kann.

Der Vorteil eines tragbaren Geräts ist die Flexibilität: Es liegt im Kofferraum, und wo immer Sie hinfahren, können Sie laden, wenn eine passende Steckdose vorhanden ist. Der Nachteil ist, dass es keine dauerhafte Lösung ist und bei höherer Leistung nicht so praktisch wie eine feste Wallbox. Fragen Sie sich bei der Entscheidung: Lade ich das Auto immer am selben Ort (dann Wallbox) oder wechselt der Ort von Zeit zu Zeit (dann tragbar)?

Welches Ladegerät passt zu meinem Auto? (Wie viel kW soll ich wählen?)

Das ist eine der häufigsten Fragen, und die Antwort hängt von zwei Dingen ab: der Elektroinfrastruktur Ihres Hauses und der Leistung, die Ihr Auto annimmt. Denken Sie so: Wie stark das Ladegerät auch ist, Ihr Auto nimmt nicht mehr als seine eigene Grenze. Die meisten Elektroautos nehmen beim AC-Laden bis 7,4 kW oder 11 kW an; ein 22-kW-Gerät für zu Hause bringt also keinen Geschwindigkeitsgewinn, wenn Ihr Auto 11 kW nimmt. Der richtige Weg ist, die von Ihrem Auto angenommene Leistung zu ermitteln und ein dazu passendes Modell zu wählen.

  • Ermitteln Sie zuerst, wie viel kW die „AC-Ladeleistung“ Ihres Autos beträgt (sie steht in der Betriebsanleitung).
  • Ist Ihr Zuhause einphasig, passt ein Modell bis 7,4 kW; ist es dreiphasig, ein Modell mit 11 oder 22 kW.
  • Sind Sie unsicher, nehmen Sie ein Modell mit einstellbarem Strom – es passt sowohl zum heutigen als auch zu Ihrem künftigen Auto.
  • Achten Sie darauf, dass der Steckertyp Type 2 ist; das ist der Standard in der Türkei und in Europa (die meisten Fahrzeuge, auch Togg und Tesla, nutzen Type 2).

Kann ich das Ladegerät selbst anschließen?

Die ehrliche Antwort: Ein tragbares Gerät können Sie selbst einstecken und benutzen, aber den elektrischen Anschluss eines an der Wand befestigten Ladegeräts sollten Sie auf keinen Fall selbst vornehmen. Eine Wallbox muss vom Verteiler über eine eigene Leitung mit passender Sicherung versorgt werden; dieser Anschluss muss unbedingt von einem qualifizierten Elektroinstallateur ausgeführt werden. Das ist sowohl eine gesetzliche Anforderung als auch eine Frage der Sicherheit – eine falsch angeschlossene Leitung mit hohem Strom birgt Brandgefahr. Sie wählen das Gerät aus, die Montage übernimmt die Fachkraft.

Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, kommt ein Schritt hinzu: Für den Einbau eines Ladegeräts in einer Gemeinschaftsgarage sind in der Regel die Zustimmung der Verwaltung oder der Wohnungseigentümer und eine Regelung zum Zähler erforderlich. Dieses Thema haben wir in einem eigenen Ratgeber behandelt; über die folgenden Links gelangen Sie dorthin.

Wählen wir gemeinsam das passende Ladegerät für Ihr Zuhause – ob Wandgerät (Wallbox) oder tragbar, finden Sie das richtige Modell für Ihr Auto und die Infrastruktur Ihres Hauses. Alle in unserem eigenen Werk gefertigt, CE-zertifiziert und nach IP65 geschützt.

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich ein Elektroauto an einer Haushaltssteckdose laden?

Ja, Elektrofahrzeuge lassen sich an einer Haushaltssteckdose laden; dazu dient das mit dem Auto gelieferte oder separat gekaufte tragbare Ladegerät. Das ist jedoch die langsamste Methode, und der Zustand des Stromkreises, an dem die Steckdose hängt, ist entscheidend: Auf einem alten oder mehrere Geräte versorgenden Stromkreis stundenlang hohen Strom zu ziehen, ist nicht richtig. In der Praxis ist es am sinnvollsten, über einen fürs Laden vorgesehenen und mit Schutzeinrichtungen versehenen Stromkreis mit einem Gerät zu laden, dessen Strom einstellbar ist. Bei den tragbaren Modellen von Bemis lässt sich der Strom stufenweise senken; das Pro Mobile 2 hat sechs Stufen.

Kann ich mein Elektroauto an der normalen Haushaltssteckdose laden?

Sie können, aber das ist die langsamste Methode, und weil eine normale Steckdose nicht für stundenlang hohen Strom ausgelegt ist, belastet sie die Installation. Verwenden Sie niemals ein Verlängerungskabel oder eine Steckdosenleiste. Wenn Sie häufig laden, ist der Umstieg auf ein tragbares oder ein Wandladegerät sowohl deutlich schneller als auch sicherer.

Wie lange dauert es, mein Elektroauto zu Hause zu laden?

Das hängt von der Größe der Fahrzeugbatterie und der Leistung des Ladegeräts ab. An der normalen Steckdose (rund 2 kW) kann ein Auto mit 60 kWh über 20 Stunden brauchen, während ein Heimladegerät mit 11 kW dasselbe Auto über Nacht bequem füllt. Die meisten Nutzer stecken abends ein und finden morgens ein volles Auto vor.

Welche Ladeleistung soll ich für mein Auto kaufen?

Ein Gerät, das die von Ihrem Auto angenommene AC-Ladeleistung übersteigt, bringt keinen zusätzlichen Geschwindigkeitsgewinn. Ermitteln Sie zuerst, wie viel kW Ihr Fahrzeug annimmt, und sehen Sie dann, ob Ihr Zuhause einphasig oder dreiphasig ist. Sind Sie unsicher, ist ein Modell mit einstellbarem Strom die flexibelste Wahl.

Kann ich die Montage des Ladegeräts selbst vornehmen?

Ein tragbares Gerät können Sie selbst einstecken und benutzen. Der elektrische Anschluss einer an der Wand befestigten Wallbox muss jedoch unbedingt von einem qualifizierten Elektroinstallateur über eine eigene Leitung vom Verteiler und mit passender Sicherung ausgeführt werden. Das ist sowohl gesetzlich vorgeschrieben als auch eine Sicherheitsanforderung.

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