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Elektroauto mit Solarstrom laden: Zu Hause mit Photovoltaik das Auto laden

Von:Bemis E-V Charge18. Juli 20269 Min. Lesezeit

Ja – Sie können Ihr Auto mit dem Strom laden, den Sie auf dem Dach Ihres Hauses mit Solarmodulen erzeugen. In einer netzgekoppelten (On-Grid-)Solaranlage speisen die Module die Elektroinstallation des Hauses; und weil Ihr Heimladegerät an dieselbe Installation angeschlossen ist, wird ein erheblicher Teil eines Ladevorgangs, den Sie bei laufender Solarproduktion starten, direkt aus der Sonne gedeckt. In diesem Ratgeber erklären wir in einfacher Sprache, wie die Anlage funktioniert, wie viele Module mit einer Beispielrechnung nötig sind und welche Ladegeräte-Eigenschaften mit Solar am effizientesten arbeiten.

Die Idee, ein Auto mit Solarstrom zu laden, führt zwei Investitionen – die Photovoltaikanlage auf dem Dach und die Ladestation zu Hause – zum selben Ziel zusammen: die Energiekosten je Kilometer zu senken und das Auto mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen. Beginnen wir mit einer wichtigen Klarstellung: Bemis ist Hersteller von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge; Solarmodule und Wechselrichter sind eine eigene Gerätegruppe und werden von Ihrem Solarunternehmen geplant. Die gute Nachricht: Jede richtig ausgelegte Heimladestation arbeitet reibungslos mit einer Solaranlage zusammen.

Wie funktioniert das Laden eines Elektroautos aus Solarmodulen?

Die große Mehrheit der Solaranlagen im Eigenheim ist netzgekoppelt, also On-Grid. Die Module erzeugen aus der Sonne Gleichstrom (DC); der Wechselrichter wandelt diesen in den im Haus genutzten Wechselstrom (AC) um und speist ihn in den Hauptverteiler ein. Von diesem Moment an versorgt die erzeugte Energie das Gerät, das gerade läuft – Kühlschrank, Klimaanlage und natürlich das Ladegerät für das Elektroauto. Ist die Erzeugung geringer als der Verbrauch, wird die Differenz aus dem Netz ergänzt; ist sie höher, wird der Überschuss ins Netz eingespeist. Der gesamte Ablauf ist automatisch: Wenn Sie den Ladevorgang starten, müssen Sie nicht darüber nachdenken, welche Quelle im Hintergrund genutzt wird.

In dieser Architektur ist die Rolle des Ladegeräts klar: Die an der Wand montierte Ladestation (Wallbox) wird an den Hausverteiler angeschlossen und überträgt die aus dem Verteiler kommende Energie sicher an das Auto. Ob die Energie in diesem Moment vom Modul oder aus dem Netz stammt, ändert nichts an der Arbeitsweise des Ladegeräts – deshalb müssen Sie nicht nach einem „speziellen Solar-Ladegerät“ suchen. Auch der in Systemen mit Batteriespeicher eingesetzte Hybrid-Wechselrichter ändert diese Logik nicht: Er steuert Module und Batterie und speist den Hausverteiler; das Heimladegerät arbeitet weiterhin am Verteiler. Was den solar gedeckten Anteil wirklich erhöht, ist, den Ladevorgang in die Stunden hoher Erzeugung zu legen und den Ladestrom an die Erzeugung anpassen zu können.

  • Die Module erzeugen DC → der Wechselrichter wandelt in AC → der Hauptverteiler versorgt Haus und Ladegerät.
  • Reicht die Sonne, kommt der Ladestrom überwiegend aus den Modulen; reicht sie nicht, wird die Lücke aus dem Netz ergänzt – der Ladevorgang bricht nie ab.
  • Eine Wallbox arbeitet unabhängig von der Marke der Module und des Wechselrichters; eine spezielle „Solar-Version“ des Ladegeräts ist nicht nötig.
  • Der Anschluss am Verteiler und die Montage müssen in jedem Fall von einer qualifizierten Elektrofachkraft ausgeführt werden.

Wie viele Module, wie viel kW sind nötig? Eine angenommene Beispielrechnung

Die Antwort hängt vom Verbrauch Ihres Autos und davon ab, wie viele Kilometer Sie täglich fahren. Beginnen wir mit einer gängigen Annahme: Ein Elektroauto verbraucht auf 100 Kilometern etwa 15-20 kWh. Unter dieser Annahme liegt der tägliche Energiebedarf eines Fahrers, der im Schnitt 40 km am Tag zurücklegt, bei rund 6-8 kWh; rechnet man die etwa 10 % Verluste beim Laden hinzu, deckt eine Erzeugung von grob 7-9 kWh pro Tag diesen Bedarf.

Auch auf der Modulseite nehmen wir einen angenommenen Mittelwert: Gehen wir davon aus, dass 1 kWp installierte Leistung unter türkischen Bedingungen im Schnitt 3,5-4,5 kWh pro Tag erzeugt (das schwankt je nach Region, Jahreszeit, Dachausrichtung und Verschattung deutlich – diese Werte dienen nur der Orientierung). Kombiniert man beide Annahmen, ergibt sich folgendes Bild:

Angenommene Beispielrechnung – die Modulwerte sind Richtwerte; die tatsächliche Auslegung ergibt sich aus der Vor-Ort-Prüfung
Tägliche FahrleistungUngefährer EnergiebedarfAngenommene ModulleistungModulzahl (Annahme 450 Wp)
20 km3-4 kWh~1 kWp2-3 Module
40 km6-8 kWh~1,5-2 kWp4-5 Module
100 km15-20 kWh~4-5 kWp9-12 Module

Zwei Hinweise sind wichtig. Erstens zeigt diese Rechnung nur den Anteil des Autos; für den Eigenverbrauch des Hauses (Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Klimaanlage) wird zusätzliche Kapazität geplant. Zweitens ist die Erzeugung saisonal – eine Anlage, die im Sommer über dem Tagesziel liegt, kann im Winter darunter bleiben. Die tatsächliche Auslegung ergibt sich aus der Vor-Ort-Prüfung Ihres Solarunternehmens unter Betrachtung von Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Verbrauchsprofil. Nutzen Sie die Werte hier als erste Orientierung und stützen Sie die Investitionsentscheidung auf die Prüfung.

Welches Ladegerät passt zu Solarstrom?

Technisch arbeitet jede AC-Heimladestation mit Type-2-Stecker in einem Haus mit Solaranlage. Die Eigenschaft, die bei der Effizienz den Unterschied macht, ist jedoch diese: dass der Ladestrom – und damit die Leistung – einstellbar ist. Die Solarerzeugung schwankt im Tagesverlauf ständig; sie erreicht ihren Höhepunkt um die Mittagszeit und fällt morgens und abends ab. Wenn Sie die Ladeleistung auf eine niedrigere Stufe senken können, nähert sich die vom Gerät bezogene Leistung der Erzeugung an, und ein größerer Teil des Ladevorgangs wird von den Modulen statt aus dem Netz gedeckt. In den Stunden reichlicher Erzeugung erhöhen Sie die Stufe und bringen die Sonne schneller ins Auto.

Bemis Charger Plus 2 und Charger Pro 2 bieten genau diese Flexibilität: Die Leistungsstufe ist zwischen 4-7-11-22 kW (6-10-16-32 A) einstellbar. Der intelligente Ladealgorithmus des Plus 2 passt sich automatisch dem maximalen Strom an, den das Auto annimmt; die Funktion Automatischer Ladestart setzt den Ladevorgang von selbst fort, wenn der Strom nach einem Ausfall zurückkehrt. Der Pro 2 ergänzt dies um erweitertes Lastmanagement (DLM), OCPP 1.6-Unterstützung und Nutzerfreigabe; bei den vernetzten Modellen erfolgen Ein- und Ausschalten aus der Ferne, Zeitschaltung und die Verfolgung der Ladehistorie über die Mobil-App. Beide Modelle lassen sich dank ihres Gehäuses in Schutzart IP65 im Freien installieren.

Warum ist dynamische Lastverteilung im Solarhaushalt ein Vorteil?

Die Lastverteilung (DLM) überwacht den Gesamtverbrauch des Hauses und passt die Ladeleistung automatisch an die sichere Grenze der Installation an. In einem Haus mit Solaranlage bedeutet das praktisch: Mittags, wenn die Erzeugung hoch ist und kein großer Verbraucher läuft, läuft der Ladevorgang mit hoher Leistung; schalten sich Lasten wie Backofen oder Klimaanlage zu, wird der Ladevorgang automatisch gedrosselt, und sinkt die Last, steigt er wieder. So wird zugleich die Hauptsicherung geschützt und werden die Stunden reichlicher Erzeugung möglichst effizient genutzt, ohne die Installation zu belasten. Auch das Planen des Ladevorgangs mit der Zeitschaltung in das Mittagsfenster der Spitzenerzeugung ist eine einfache und wirksame Methode, den solar gedeckten Anteil zu erhöhen.

Für alle, die keine feste Installation wünschen, oder die einen zweiten Standort wie ein solarversorgtes Landhaus oder Ferienhaus haben, ist der Bemis Pro Mobile 2 eine praktische Alternative: Bei diesem tragbaren dreiphasigen Ladegerät mit 11-22 kW wird der Strom über die Mobil-App oder die Taste am Gerät in 6 Stufen (6/10/16/20/25/32 A) eingestellt. Die niedrigen Stufen erleichtern es, selbst bei kleinen Anlagen mit begrenzter Erzeugung einen erheblichen Teil des Ladevorgangs solar zu decken. Die Schutzart IP65 und der Betriebsbereich von -40 °C / +55 °C machen das Gerät ganzjährig im Freien nutzbar; Tragetasche und einphasiger Steckeradapter liegen bei.

Wählen Sie Ihr solartaugliches Ladegerät mit einstellbarem Strom – entscheiden wir gemeinsam über das zu Ihrer Nutzung passende Modell.

AC-Wallbox-Ladestationen ansehen

Wie geht das Laden nachts und an bewölkten Tagen weiter?

Der größte Komfort einer On-Grid-Anlage ist die Unterbrechungsfreiheit: Reicht die Sonne nicht, wird der fehlende Teil aus dem Netz ergänzt, ohne dass Sie etwas tun. Beim Laden in der Nacht kommt die Energie vollständig aus dem Netz; an bewölkten Tagen sinkt die Erzeugung, fällt aber nicht auf null – die Module liefern weiterhin einen verringerten Beitrag, den Rest übernimmt das Netz. Das Laden des Autos bleibt in keinem Szenario auf halber Strecke stehen. Ist Ihr Stromtarif nachts günstiger, können Sie mit der Zeitschaltung am Ladegerät den Ladevorgang in die Nacht legen und so auch die Kosten der sonnenlosen Stunden steuern.

Anlagen mit Batteriespeicher (mit Hybrid-Wechselrichter) speichern die tagsüber erzeugte Überschussenergie und stellen sie abends bereit; diese Energie entlastet vorrangig den Eigenverbrauch des Hauses. Da die Batterie eines Autos weit größer ist als Heimspeicherbatterien, ist es in den meisten Anlagen nicht realistisch, eine nächtliche Autoladung vollständig aus dem Hausspeicher zu decken – der Speicher sollte als Unterstützung und nicht als vollständige Autoladung gedacht werden. Kurz gesagt lautet die effizienteste Auslegung: den Ladevorgang möglichst in die sonnigen Stunden legen, den Strom an die Erzeugung anpassen und den verbleibenden Bedarf im Nachttarif aus dem Netz ergänzen.

Bemis fertigt AC-Ladestationen für Zuhause und Betrieb – mit dem Erbe von Bemis Teknik, das seit 1994 in Bursa produziert. Nachdem Sie die Modul- und Wechselrichterseite Ihrer Solaranlage mit Ihrem Solarunternehmen geplant haben, können Sie die Ladeseite mit dem Charger Plus 2, dem Charger Pro 2 mit einstellbarem Strom oder dem tragbaren Pro Mobile 2 vervollständigen. Um zu entscheiden, welches Modell zu Ihrer Nutzung passt, erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Kann ein Elektroauto direkt aus einem Solarmodul geladen werden?

Der vom Modul erzeugte Gleichstrom (DC) wird dem Auto nicht direkt zugeführt; er wird zuerst vom Wechselrichter in den im Haus genutzten Wechselstrom (AC) umgewandelt und in den Hauptverteiler eingespeist. Da Ihr Heimladegerät an diesem Verteiler arbeitet, wird ein erheblicher Teil des Ladens während laufender Solarerzeugung von den Modulen gedeckt; der fehlende Teil wird automatisch aus dem Netz ergänzt. „Aus dem Modul laden“ bedeutet in der Praxis also, aus der Hausinstallation zu laden, die von einer netzgekoppelten (On-Grid-)Solaranlage gespeist wird. In dieser Auslegung braucht das Ladegerät keine besondere Ausstattung; jede AC-Wallbox mit Type-2-Stecker arbeitet mit der Anlage zusammen.

Wie viele Solarmodule sind zum Laden eines Elektroautos nötig?

Erklären wir es an einem angenommenen Beispiel: Elektroautos verbrauchen auf 100 km etwa 15-20 kWh; ein Fahrer, der täglich 40 km fährt, hat einen Tagesbedarf von 6-8 kWh. Nimmt man an, dass 1 kWp installierte Leistung im türkischen Mittel etwa 3,5-4,5 kWh pro Tag erzeugt, genügen für diese Nutzung 1,5-2 kWp – also 4-5 Module mit 450 Wp. Für 100 km am Tag steigt der Bedarf auf 4-5 kWp (9-12 Module). Diese Werte dienen nur der Orientierung; die tatsächliche Modulzahl bestimmt die Vor-Ort-Prüfung des Solarunternehmens unter Berücksichtigung von Ausrichtung und Neigung Ihres Dachs, Ihrer Region, der Jahreszeit und des Eigenverbrauchs des Hauses.

Braucht man für das Laden mit Solarstrom ein besonderes Ladegerät?

Nein. In einem Haus mit netzgekoppelter Solaranlage arbeitet eine gewöhnliche AC-Ladestation mit Type-2-Stecker problemlos, denn das Gerät bezieht die Energie nicht aus den Modulen, sondern aus dem Hausverteiler. Die Eigenschaft, die die Effizienz erhöht, ist die Stromeinstellung: Beim Bemis Charger Plus 2 und Charger Pro 2 ist die Leistung zwischen 4-7-11-22 kW einstellbar; beim tragbaren Pro Mobile 2 wird der Strom über die Mobil-App oder die Taste am Gerät in 6 Stufen (6-32 A) gewählt. Die niedrigen Stufen nähern die bezogene Leistung der Solarerzeugung an, die hohen Stufen beschleunigen das Laden in den Stunden reichlicher Erzeugung. So wird dasselbe Gerät sowohl in sonnigen als auch in sonnenlosen Stunden effizient genutzt.

Arbeiten Hybrid-Wechselrichter und Heimladegerät zusammen?

Ja. Der Hybrid-Wechselrichter ist das Gerät, das die Solarmodule und – falls vorhanden – den Batteriespeicher steuert und den Hauptverteiler des Hauses speist. Das Heimladegerät ist ein separates Gerät, das an diesen Verteiler angeschlossen wird. Beide werden nicht direkt miteinander verbunden, sondern arbeiten über dieselbe Installation zusammen – deshalb müssen die Marke des Wechselrichters und die des Ladegeräts nicht übereinstimmen. Bemis-Wallbox-Modelle lassen sich unabhängig von der Modul- und Wechselrichterinfrastruktur in jedem Haus mit On-Grid- oder Hybridanlage installieren. Es genügt, dass der Anschluss über den Verteiler, mit geeigneten Schutzeinrichtungen und durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgt. Die Eignung der Installation vor der Montage mit einer Prüfung zu bestätigen, sorgt dafür, dass sowohl die Solar- als auch die Ladeinvestition solide vorangeht.

Wie läuft das Laden des Autos nachts oder bei bewölktem Wetter?

In netzgekoppelten (On-Grid-)Anlagen bricht der Ladevorgang nie ab: Reicht die Solarerzeugung nicht, wird der fehlende Teil automatisch aus dem Netz ergänzt. Das Laden in der Nacht wird vollständig aus dem Netz gespeist; an bewölkten Tagen liefern die Module weiterhin einen verringerten Beitrag, und die Differenz kommt wieder aus dem Netz. Ist Ihr Stromtarif nachts günstiger, können Sie mit der Zeitschaltung am Ladegerät den Ladevorgang in die Nachtstunden legen und so auch die Kosten der sonnenlosen Stunden steuern. Anlagen mit Batteriespeicher tragen den Tagesüberschuss in den Abend; da die Autobatterie jedoch weit größer ist als ein Heimspeicher, sollte der Speicher als Unterstützung und nicht als vollständige Autoladung gedacht werden.

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