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Stromeinstellung am tragbaren Ladegerät: Wozu dienen die sechs Stufen?

Von:Bemis E-V Charge12. September 20267 Min. Lesezeit

Bei der Wahl eines tragbaren Ladegeräts wird meist auf die Leistung geschaut: wie viel kW? Dabei sitzt die Funktion, die im Alltag wirklich arbeitet, oft an anderer Stelle — nämlich darin, den Strom, den das Gerät zieht, stufenweise einstellen zu können. Dadurch arbeitet dasselbe Gerät sowohl an einer Haushaltssteckdose mit schwacher Sicherung als auch an einer dreiphasigen Industriesteckdose. Im Folgenden haben wir zusammengetragen, was die Stufen bedeuten, wie viel kW jede ergibt und wann man herunterschalten sollte.

Was bedeutet Stromeinstellung?

Beim Wechselstromladen entscheidet nicht das Fahrzeug, sondern das Ladegerät, wie viel Strom gezogen wird. Das Gerät sendet dem Fahrzeug fortlaufend ein Signal: "Aus dieser Leitung darfst du höchstens so viel Ampere ziehen" — und das Fahrzeug hält sich an diese Obergrenze. Die Stromeinstellung erlaubt es Ihnen, genau diese Obergrenze zu verändern. Die Leistung zu senken zerstört den Ladevorgang nicht, es verlangsamt ihn nur — und in den meisten Fällen ist genau das richtig.

Wie viel kW ergeben die sechs Stufen?

Beim Pro Mobile 2 wird der Ladestrom in sechs Stufen eingestellt: 6, 10, 16, 20, 25 und 32 Ampere. An einer dreiphasigen Steckdose entspricht jede Stufe ungefähr dem Folgenden (je nach Netzspannung kann es um einige hundert Watt schwanken):

Stufen des Pro Mobile 2 und ungefähre Leistung an dreiphasiger Steckdose
StufeDreiphasige LeistungTypischer Einsatz
6 Aetwa 4,2 kWSehr schwache Leitung, lange Verlängerung, geteilte Steckdose
10 Aetwa 6,9 kWAlte Installation, langsames Laden über Nacht
16 Aetwa 11,1 kW5/16A-Industriesteckdose
20 Aetwa 13,9 kWMittlere Stufe, sichere Obergrenze bei warm werdenden Leitungen
25 Aetwa 17,3 kWWenn eine 32A-Leitung mit anderen Verbrauchern geteilt wird
32 Aetwa 22,2 kW5/32A-Industriesteckdose, volle Leistung

An einer einphasigen Leitung ergibt derselbe Strom etwa ein Drittel der Leistung: 16 Ampere einphasig sind 3,7 kW, 32 Ampere sind 7,4 kW. Deshalb arbeitet Mini Mobile mit seinen zwei Stufen 10A/16A zwischen 2,3 – 3,7 kW und Mono Mobile mit seinen zwei Stufen 16A/32A zwischen 3,7 – 7,4 kW.

Warum schaltet man herunter?

Herunterschalten ist kein Mangel, sondern ein Werkzeug. Am häufigsten wird es in diesen Fällen genutzt:

  • Die Installation ist schwach oder alt: Querschnitt und Sicherung der Leitung tragen einen hohen Strom nicht dauerhaft.
  • Die Leitung ist lang: Kommt ein Verlängerungskabel dazu, steigt der Widerstand, fällt die Spannung und das Kabel erwärmt sich.
  • Die Steckdose ist geteilt: Hängen Heizgerät, Backofen oder Werkstattgeräte an derselben Leitung, kann die Summe die Sicherung auslösen.
  • Hotel, Campingplatz, Ferienanlage: Kennen Sie die Kapazität einer fremden Installation nicht, ist der Start auf niedriger Stufe am sichersten.
  • Laden mit Solarstrom: Indem Sie den Strom an die Erzeugung anpassen, verringern Sie den Bezug aus dem Netz.
  • Der Stecker wird warm: Mit der Hand spürbare Wärme ist das deutlichste Zeichen, dass die Leitung diesen Strom nicht dauerhaft trägt.

Warum schaltet man hoch?

Der einzige Grund hochzuschalten ist die Zeit. An einer passenden Industriesteckdose verkürzt die volle Stufe den Ladevorgang deutlich; im Baustellen-, Flotten- und Serviceeinsatz schafft es dasselbe Gerät dadurch von morgens bis abends mehrere Fahrzeuge. Die Obergrenze liegt aber nicht nur im Gerät: Die wirkliche Grenze ist das Kleinere von beidem — die Kapazität der Leitung oder das eigene Wechselstrom-Ladegerät des Fahrzeugs. Ein Auto mit einem Bordladegerät von 11 kW nimmt auch an einer 32 Ampere starken Steckdose nur 11 kW.

Wie wählen Sie die richtige Stufe?

  • Ermitteln Sie den Sicherungswert der Leitung, die die Steckdose versorgt; die Stufe muss darunter bleiben.
  • Prüfen Sie, ob weitere Verbraucher an derselben Leitung hängen; wenn ja, gehen Sie eine Stufe tiefer.
  • Starten Sie den ersten Ladevorgang auf niedriger Stufe und prüfen Sie Stecker und Kabel nach einer halben Stunde mit der Hand.
  • Bleibt alles kühl, gehen Sie eine Stufe höher und wiederholen dieselbe Prüfung.
  • Brauchen Sie eine dauerhafte Lösung, denken Sie eher an ein festes Gerät als an das Flicken der Leitung; ein eigener Stromkreis ist der sicherste Weg.

Der Zusammenhang von Sicherung und Stufe

Laden unterscheidet sich an einem Punkt von den übrigen Verbrauchern im Haus: Es dauert nicht Minuten, sondern Stunden, und der Strom bleibt dabei nahezu konstant. Deshalb ist der auf der Sicherung stehende Wert nicht der dauerhaft entnehmbare Strom; eine Stufe nahe daran lässt die Sicherung mit der Zeit auslösen. Die praktische Regel lautet, eine Stufe unter dem Sicherungswert der Leitung zu bleiben — an einer 16 Ampere Leitung wählt man nicht 16, sondern die Stufe 10 Ampere.

Wie viele Stufen hat welches Bemis-Modell?

Stromstufen der tragbaren Familien
ModellStufenWie eingestellt wird
Mini Mobile10A / 16AZwei Stufen
Mono Mobile16A / 32AZwei Stufen
Pro Mobile 26 / 10 / 16 / 20 / 25 / 32 AMobile App oder Taste am Gerät

Genau das macht das Pro Mobile 2 zum Flaggschiff der tragbaren Reihe: sechs Stufen ermöglichen die Feinabstimmung auf die Kapazität der Leitung, und weil sich die Einstellung auch vom Telefon aus vornehmen lässt, müssen Sie nicht zum Gerät gehen. So kann dasselbe Gerät unter der Woche zu Hause an der schwachen Steckdose mit 10 Ampere und am Wochenende auf der Baustelle an der Industriesteckdose mit 32 Ampere arbeiten.

Wie viel länger dauert das Laden auf niedrigerer Stufe?

Eine Batterie von 60 kWh von 20% auf 80% zu bringen erfordert etwa 36 kWh Energie. An einer dreiphasigen Leitung dauert das bei 32 Ampere etwa 1 Stunde 40 Minuten, bei 16 Ampere etwa 3 Stunden 15 Minuten und bei 10 Ampere etwa 5 Stunden 15 Minuten; rechnet man die Verluste mit, verlängern sich diese Zeiten etwas. Wer das Auto über Nacht parkt, zahlt für die niedrigere Stufe praktisch nichts — morgens ist das Fahrzeug wieder voll.

Kurz gefasst

  • Die Stromeinstellung ändert die Stromobergrenze, die das Gerät dem Fahrzeug meldet; sie zerstört den Ladevorgang nicht, sie verlangsamt ihn.
  • Heruntergeschaltet wird bei schwacher Leitung, langer Verlängerung, geteilter Steckdose und unbekannter Installation.
  • Die Stufe sollte eine Stufe unter dem Sicherungswert der Leitung bleiben.
  • Die wirkliche Obergrenze setzt nicht das Gerät, sondern das Kleinere von Leitungskapazität und Wechselstrom-Ladegerät des Fahrzeugs.
  • Das Pro Mobile 2 bietet sechs Stufen und lässt sich auch per App einstellen; Mini Mobile und Mono Mobile haben je zwei Stufen.

Schreiben Sie uns den Sicherungswert Ihrer Leitung und den Typ Ihrer Steckdose; wir sagen Ihnen direkt vom Hersteller, welches Modell und welche Stufe passen.

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Häufig gestellte Fragen

Wozu dient die Stromeinstellung am Ladegerät?

Beim Wechselstromladen setzt das Ladegerät die Stromobergrenze, nicht das Fahrzeug; das Gerät teilt dem Auto über ein Signal fortlaufend mit, wie viel Ampere es höchstens ziehen darf, und das Auto hält sich daran. Die Stromeinstellung erlaubt es, diese Grenze zu verändern. So arbeitet dasselbe Gerät an einer Haushaltssteckdose mit schwacher Sicherung ebenso wie an einer dreiphasigen Industriesteckdose. Den Strom zu senken zerstört den Ladevorgang nicht, es verlangsamt ihn nur — und auf schwacher oder langer Leitung ist genau das richtig.

Wie viele Stufen hat das Pro Mobile 2 und wie werden sie eingestellt?

Beim Pro Mobile 2 wird der Ladestrom in sechs Stufen eingestellt: 6, 10, 16, 20, 25 und 32 Ampere. Die Einstellung ist an zwei Stellen möglich: über die mobile App oder über die Taste am Gerät. Zum Vergleich bietet Mini Mobile zwei Stufen mit 10A/16A und Mono Mobile zwei Stufen mit 16A/32A. Weil sechs Stufen die Feinabstimmung auf die Kapazität der Leitung ermöglichen, lässt sich das Pro Mobile 2 mit demselben Gerät zu Hause und im Einsatz nutzen.

Wie viel kW sind 32 Ampere?

An einer dreiphasigen Leitung ergeben 32 Ampere etwa 22,2 kW; je nach Netzspannung kann das um einige hundert Watt schwanken. An derselben Leitung liefern 25 Ampere etwa 17,3 kW, 20 Ampere etwa 13,9 kW, 16 Ampere etwa 11,1 kW, 10 Ampere etwa 6,9 kW und 6 Ampere etwa 4,2 kW. An einer einphasigen Leitung bedeutet derselbe Strom etwa ein Drittel der Leistung: 16 Ampere sind 3,7 kW und 32 Ampere sind 7,4 kW.

Kann man ein Elektroauto an schwacher Installation laden?

Ja, aber die Stromstufe muss zur Kapazität der Leitung passen. Laden ist keine Sache von Minuten, sondern eine stundenlange gleichbleibende Last; deshalb gilt der Wert auf der Sicherung nicht als dauerhaft entnehmbarer Strom. Die praktische Regel lautet, eine Stufe unter dem Sicherungswert der Leitung zu bleiben: An einer 16 Ampere Leitung wählt man die Stufe 10 Ampere. Den ersten Ladevorgang auf niedriger Stufe zu starten und Stecker und Kabel nach einer halben Stunde mit der Hand zu prüfen ist die praktischste Bestätigung.

Wie viel länger dauert das Laden mit gesenktem Strom?

Eine Batterie von 60 kWh von 20% auf 80% zu bringen erfordert etwa 36 kWh. An einer dreiphasigen Leitung dauert das bei 32 Ampere etwa 1 Stunde 40 Minuten, bei 16 Ampere etwa 3 Stunden 15 Minuten und bei 10 Ampere etwa 5 Stunden 15 Minuten; mit den Verlusten verlängern sich die Zeiten etwas. Für jemanden, der das Auto über Nacht parkt, hat die niedrigere Stufe praktisch keinen Preis, denn morgens ist das Fahrzeug wieder voll.

Lädt das Auto immer mit voller Leistung, wenn ich die höchste Stufe wähle?

Nein. Die Stufe am Gerät setzt nur die Obergrenze; tatsächlich gilt das Kleinere von beidem — die Kapazität der Leitung oder die Kapazität des fahrzeugeigenen Wechselstrom-Ladegeräts. Ein Auto mit einem Bordladegerät von 11 kW nimmt auch an einer dreiphasigen Steckdose mit 32 Ampere nur 11 kW. Ebenso werden an einer einphasigen Leitung die dreiphasigen Leistungswerte nie erreicht. Deshalb sollten Sie vor dem Hochschalten auf die Wechselstrom-Ladeleistung Ihres Fahrzeugs schauen.

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